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2. Preis
ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH, Kassel

Beurteilung der Arbeit durch die Jury des Preisgerichts

Die Arbeit ist im Wesentlichen durch die Weiterentwicklung der vorherrschenden Gebäudetypologien: Punkthaus, Reihenhaus/Blockrand und Zeile geprägt. Die Siedlung Im Mainfeld wird durch 6- bis 8-geschossige Punkthäuser nach Westen und nach Osten ergänzt.

Durch den Entfall von zwei Bestandshochhäusern sowie der Seniorenwohnanlage werden sinnvolle Freiräume geschaffen. Durch den Entfall der Erschließungsstraße Im Mainfeld, die parallel zur Straße Niederräder Ufer verläuft, gewinnt der Verfasser neues Wohnbauland. Zugleich wird der Erschließungsverkehr aus der Siedlung genommen und konsequent auf die begrenzende Erschließungsstraße konzentriert.
Mit der Verlegung des Erschließungsverkehrs wird eine neue Wohnqualität realisiert, besondere Freiraumqualitäten sind jedoch nicht ersichtlich. Die Anordnung der neuen Wohnpunkthäuser wirkt etwas willkürlich und ist zu überarbeiten.

Isometrie, © ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH, Kassel

Der nördliche Teil der Niederräder Altstadt wird durch Reihenhäuser gefasst, die der Struktur der Altstadtparzellen und -gebäude wohltuend entsprechen.
Das Gebäude der Universitätskliniken erhält durch eine Zeilenbebauung eine neue städtebauliche Kante, die zugleich die notwendige Flexibilität für die Binnenentwicklung bietet.
Der Elli-Lucht-Park wird nach Norden zum Main hin erweitert. Durch die Anordnung der Freizeitgärten am nordöstlichen Rand ist die Öffnung zum Main auch erlebbar. Nach Osten wird der Park über eine Erweiterung („Trittstein“) an die Deutschordenstraße angebunden.

Die vom Verfasser proklamierten Qualitäten „Wohnen in und am Park“ sind nachvollziehbar umgesetzt, eine hohe Qualität der Freianlagen zwischen den Punkthäusern vorausgesetzt. Die Erschließung der Siedlung Im Mainfeld ist durch eine konsequente Verlagerung des fließenden Verkehrs an die Ränder, Ausbildung von Stichstraßen und dezentralen Tiefgaragenzufahrten geprägt.
Die Verlagerung von oberirdischen Stellplätzen an die Straße Niederräder Ufer überzeugt nicht.
Die Ausbildung von Hausgruppen und deren fußläufige Erschließung über die Grünfläche werden begrüßt, hierdurch ist eine Stärkung der Kommunikation der Hausgruppenbewohner zu erwarten. Der ausgewiesene Quartiersplatz ist in seiner räumlichen Ausprägung zu schwach ausgebildet und wird in seiner Notwendigkeit in Frage gestellt.

Detail, © ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH, Kassel

Insgesamt zeichnet sich der Entwurf durch eine konsequente Verkehrsberuhigung aus und veranschaulicht eine mögliche Strategie der Transformation der Hochhaussiedlung in ein zeitgemäßes Wohnquartier mit neuer Ausstrahlung und Anmutung.