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2. Preis
Jo.Franzke Architekten, Frankfurt am Main mit
Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

Beurteilung der Arbeit durch die Jury des Preisgerichts

Der Entwurf zeichnet sich dadurch aus, dass die Straße Niederräder Ufer zu einer beidseitig bebauten attraktiven Stadtstraße umgestaltet wird, die gleichzeitig Verbindungs- und Erschließungsfunktionen übernimmt. Die zum Main hin orientierte Bebauung wird rhythmisch unterbrochen, so dass an zahlreichen Stellen Wegeverbindungen und Blickbezüge zwischen der Straße Niederräder Ufer und dem Mainufer entstehen.

Die durchgängig als Parkierungsebenen vorgesehene Erdgeschosszone wird sehr kritisch gesehen. Am westlichen Anfang der beidseitigen Bebauung wird ein  „Städtebauliches Tor“ durch einen Kreisverkehr und durch verschiedene Gemeinschaftseinrichtungen und Dienstleistungen hergestellt. Der Verkehr auf der Straße Niederräder Ufer wird durch diesen Kreisverkehr und durch die zahlreichen Querungsstellen der Nord-Südwege beruhigt.

Isometrie, © Jo.Franzke Architekten, Frankfurt am Main mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

Die vorhandenen Parkanlagen Elli-Lucht-Park und Haardtwaldplatz werden großzügig zum Main hin geöffnet. Der Elli-Lucht-Park wird mit der Deutschordenstraße verbunden, wodurch eine Grünvernetzung mit der Rennbahn erreicht wird. Die Kniebisstraße wird bis zum Main verlängert und zu einer Allee umgestaltet. Entlang des Mainufers wird ein durchgängiger Uferweg vorgeschlagen. Die uferbezogenen Flächen der Wassersportvereine werden am Mainufer belassen, die Vereinshäuser
sollen aber an die Straße Niederräder Ufer verlagert und im Sockel der dort vorgeschlagenen Punkthäuser untergebracht werden. Auch wenn dieser Vorschlag sicher nicht einfach zu realisieren sein wird, rechtfertigen die zu erwartenden wesentlichen Vorteile die möglichen Schwierigkeiten. Der Vorschlag, die beiden Kitas im Übergangsbereich zum alten Ortskern anzuordnen, garantiert die soziale Verflechtung zwischen den Bewohnern des alten Ortskerns und der neuen Bebauung. Im mittleren Bereich soll eine offene Blockrandbebauung entstehen.

Entlang der Verlängerung des Schleusenwegs werden mehrere Wohngebäude in attraktiver, zum Elli-Lucht-Park orientierter Lage vorgeschlagen. Diese Bebauung ermöglicht in der ersten Realisierungsphase die Errichtung zusätzlicher Wohnungen ohne Abbruch vorhandener Wohnungen. Die zum Park hin gelegenen Privatgärten müssen allerdings, damit Probleme zwischen öffentlichen und privaten Flächen vermieden werden, deutlich am Park begrenzt z.B. angehoben werden.

Detail, © Jo.Franzke Architekten, Frankfurt am Main mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

Die mit dem Entwurf verbundene Inanspruchnahme von Teilen des Überschwemmungsgebiets muss vermieden werden (etwa durch eine Verschiebung der neuen Uferstraße oder durch eine stärkere Abknickung ihrer Linienführung). Ebenso ist zu prüfen, wie der vorhandene Kanal unterhalb der Straße Niederräder Ufer in den Vorschlag integriert werden kann.

Insgesamt zeigt der Entwurf eine interessante Möglichkeit auf, wie Niederrad mit dem Main verbunden und die Trennwirkung der Uferstraße beseitigt werden kann.