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Am Martinszehnten

Gewerbe, Städtebaulicher Entwurf

Stadtteil:




Abgeschlossen:
2012

Planungsanlass
Anfang bis Mitte der 1990er Jahre hatten die Nachfrage nach Grundstücken für Bürogebäude sowie die allgemeine Entwicklung des Immobilienmarktes in Frankfurt am Main die Gewerbeflächen immens verteuert. Die Konsequenz daraus war, dass insbesondere kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen die Preise nicht mehr bezahlen konnten. Die produzierenden Betriebe wurden zugunsten von Verwaltungseinrichtungen sowie der in Teilen städtebaulich gebotenen Nutzungsänderung von Gewerbeflächen zum Wohnen aufgegeben. Vor allem in innerstädtischen und innenstadtnahen Gebieten hatte dies zur Folge, dass dort das Angebot an kostengünstigen Gewerbeflächen erheblich eingeschränkt wurde. Verdrängte, expandierende oder ansiedlungswillige Betriebe aus den Bereichen Handwerk, Logistik und produzierendem Gewerbe fanden im Stadtgebiet kaum noch geeignete Flächen auf einem angemessenen Preisniveau. Flächen wurden also dringend benötigt, insbesondere für die Gruppe der bereits in Frankfurt am Main ansässigen Betriebe mit Erweiterungsbedarf oder Verlagerungswunsch. Unter ihnen befanden sich viele, die nur über eine kürzere Distanz verlagert werden konnten, da sie ihre Umsätze in einem engeren Standortradius tätigen.
Darüber hinaus sollte eine Erhöhung des Arbeitsplatzangebotes im produzierenden Gewerbe erreicht werden.

Planungsgebiet
Das knapp 87 ha große Areal liegt nördlich von Kalbach und grenzt im Westen an die Autobahn A 5 und im Norden an die Autobahn A 661 sowie das Bad Homburger Kreuz.
Zeitgleich zu der Entwicklungsmaßnahme wurde ein neuer, das Gebiet mit erschließender Autobahnanschluss gebaut. Weiterhin wird das Gewerbegebiet durch eine Geh- und Radwegbrücke über die Landesstraße "Am Weißkirchener Berg" an den Stadtteil Kalbach angeschlossen. Damit wird die Vernetzung der Wohn- und Arbeitsstandorte im Frankfurter Norden weiter komplettiert.

Planungsziel 
Planungsziel war ein Gebiet mit einem großzügigen Anteil an Grünflächen. Der Charakter als Gewerbe- und Industriegebiet wird durch den planungsrechtlichen Ausschluss von großflächigem Einzelhandel und selbstständigen Bürogebäuden gesichert. Es ist ein Gebiet entstanden, in dem sowohl eine Vielzahl lokaler Gewerbetreibender als auch überregional tätiger Unternehmen vertreten sind. Hierfür sorgten die gute Verkehrsanbindung und die sehr flexiblen Möglichkeiten der Grundstücksaufteilung.
Insgesamt werden hier in der Endausbaustufe über zweitausendfünfhundert Menschen arbeiten.

Projektverlauf
1993 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Voruntersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. Die Ergebnisse bestätigten, dass die Entwicklung neuer kostengünstiger gewerblicher Bauflächen mit dem Instrumentarium der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme möglich ist.
Im Oktober 1996 erfolgte der Satzungsbeschluss durch die Stadtverordnetenversammlung zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, im Mai 1997 trat die Satzung in Kraft. Am 29. August 2000 wurde der Bebauungsplan Nr. 804 "Am Martinszehnten" rechtsverbindlich. Ende 2011 sind die Erschließung und die Vermarktung des Projektgebiets weitestgehend abgeschlossen.
Der Beschluss über die Aufhebung der Satzung über die förmliche Festlegung des städtebaulichen Entwicklungsbereichs "Am Martinszehnten" wurde am 13.12.2011 im Amtsblatt der Stadt Frankfurt am Main bekannt gemacht.

Der Projektüberschuss in Höhe von rund 50 Millionen Euro wird in mehreren Schritten auf die Anspruchsberechtigten, das sind vor allem die Alteigentümer, verteilt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der FAAG (Frankfurter Aufbau AG), die für die Stadt Frankfurt am Main die Abwicklung der Maßnahme durchführt sowie unter www.am-martinszehnten.de.