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Anerkennungen

Eine Anerkennung (Arbeit 048)

Anerkennung (Arbeit 048), Entwurf: OP Architecture, Niels Petersen, Copenhagen, Denmark

Verfasser: OP Architecture, Niels Petersen, Copenhagen, Denmark


Entwurfsidee der Verfasser
„’Absent Monument’ - Das abwesende Denkmal ist eine Interpretation der Deportation. Allein durch das Wegnehmen eines Teiles des Flusses wird die gleichförmige Bewegung des Wassers an genau dieser Stelle zu Fall gebracht. Der Besucher erlebt die Leere und begreift in sehr bildlicher Art und Weise den Ausschluss und die Vertreibung der Juden aus der Frankfurter Gemeinschaft.“

 Beurteilung des Preisgerichts (Auszug)
 „Die Arbeit besticht durch ihren Vorschlag, in Form eines ‚Absent Monument’ eine Leerstelle im Raum zu schaffen. (…) Dadurch entsteht eine sehr kraftvolle und bildhafte Installation, die in ihrer Eigenart einzigartig ist. So faszinierend dieser Ansatz auf den ersten Blick erscheint, so zeigen sich in der tiefgehenden Diskussion die Schwächen des Konzeptes. Ein Raum für Stille und Nachdenken soll implantiert werden - dagegen steht die sichere Annahme, dass die vorgeschlagene Inszenierung schnell als Spektakel wahr- und angenommen wird. Die große Geste, die sich ausgesprochen poetisch und künstlerisch präsentiert, ist zu umfassend interpretierbar, um den besonderen Geschehnissen, die erinnert werden sollen, gerecht werden zu können. Zudem wird die Entfernung zum authentischen Ort als weiteres Defizit begriffen, auch wenn diese Distanz durch die Installation eines Hotspots am Main - der Information zur Geschichte des Ortes und der Frankfurter Juden sendet - aufgehoben werden soll. Die Einbeziehung von Großmarkthalle und Bahnanlagen wird vermisst und negativ beurteilt. (…) Alles in allem ein mutiger und einprägsamer Vorschlag, der allerdings an vielen Orten und zu vielen Themen passend wäre und in sich ein Paradoxon darstellt - die vorgeschlagene Leere wird sich zwangsweise zu einem unangemessenen Anziehungspunkt für Schaulustige entwickeln.“


Eine Anerkennung (Arbeit 059)

Anerkennung (Arbeit 059), Entwurf: Martin Ott, Matthias Marbes, Weimar

Verfasser: Martin Ott, Matthias Marbes, Weimar


Entwurfsidee der Verfasser
„Blick in die Erinnerung - Die Himmelsrichtungen der Konzentrations- und Vernichtungslager, in die die Verfolgten von Frankfurt aus deportiert wurden, bilden die Grundlage des Entwurfes. Die Umsetzung dieses Konzeptes erfolgt durch einen Turm, dessen neun Öffnungen in Richtung jener Lager weisen.“

Beurteilung des Preisgerichts (Auszug)
„’Der Blick in die Erinnerung’ soll bei diesem Entwurf der Leitgedanke sein, der zu einem eindrucksvollen Ensemble mit beachtlichen städtebaulichen Qualitäten führt und die wichtigsten Stationen der Deportation deutlich macht: Gleisharfe, Turm, Rampe und begehbarer Keller in der Großmarkthalle. (…) Allerdings fragt sich die Jury, ob der ‚Aufstieg’ im Turm, nach Entfernungen vom Ort der Deportation geordnet, wohl auch angenommen wird, ja, ob er erforderlich ist und ob der Turm überhaupt eines Inhaltes bedarf, zumal die geographische als symbolischer Ausblick gedachte Fensteranordnung ohne Information kaum nachvollzogen werden kann. Hier hat sich der Verfasser fast zu sehr an seine Grundidee geklammert.“