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Vorbereitende Untersuchungen

Arbeitsphasen
der städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmenplanung

Kartenausschnitt: Städtebauliche und stadträumliche Verflechtung Ernst-May-Viertel, Albert Speer & Partner, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main, Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Frankfurt

Bei dem „Ernst-May-Viertel“ handelt es sich um ein Vorhaben der städtischen Innenentwicklung. Bei bei derartigen Projekten ist eine Vielzahl komplexer Sachverhalte im Hinblick auf die Planungsentscheidungen zu bewerten.
Die aufwendige Erarbeitung der Rahmenplanung für den Untersuchungsraum erfolgte bislang in drei Phasen. Dabei wurde das gesamte Spektrum der planerisch bedeutsamen Rahmenbedingungen, wie die städtebaulichen und landschaftsplanerischen Konzeptionen, die verkehrlichen Auswirkungen sowie die Einflüsse auf die Umwelt im allgemeinen und insbesondere mit Blick auf den Natur-Landschafts- und Artenschutz sowie das Klima fachlich gewürdigt. 
 

Phase 1: Städtebauliche Machbarkeitsstudie, Büro Albert Speer und Partner (AS&P) (2010)

Zur Minderung der vorhandenen Lärmbelastungen (siehe Abschnitt Ausgangslage) wurde zunächst der alleinige Bau von Lärmschutzwänden in Erwägung gezogen, die jedoch die von der Autobahn ausgehende Trennwirkung nur verstärkt hätten. Optionen der Einhausung der Autobahn als Alternative zu den Lärmschutzwänden waren zu prüfen. Die im Jahr 2010 vom Büro Albert Speer und Partner vorgelegte Machbarkeitsstudie zeigte für die künftige Entwicklung des Stadt- und Landschaftsraumes vielversprechende Möglichkeiten auf.


Phase 2: Kooperatives Entwurfsverfahren, Büro Pesch & Partner Architekten, Büro Glück Landschaftsarchitektur (2012-2014)

Kartenausschnitt: Städtebauliche und stadträumliche Verflechtung Ernst-May-Viertel, Pesch Partner Architekten, Glück Landschaftsarchitektur, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main, Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Frankfurt

Zur Vertiefung der Erkenntnisse aus der Studie von AS&P wurden im Jahr 2012 drei Planungsbüros beauftragt, im Rahmen eines kooperativen Entwurfsverfahrens (begleitet durch einen interdisziplinär besetzten Planungsbeirat) die bisherige städtebauliche und freiraumplanerische Konzeption weiterzuentwickeln. Aus den drei Entwürfen wurde schließlich die Arbeit des Büros Pesch & Partner Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit dem Büro Glück Landschaftsarchitektur (beide Stuttgart) als Vorzugslösung ausgewählt. Dieses Konzept bildete die Grundlage für die weiterführende und zu konkretisierende Rahmenplanung.

Die beigefügte PDF-Datei "Kooperatives Verfahren 2012" (ohne Bild) zeigt die städtebauliche und landschaftsplanerische Rahmenplanung von Pesch und Partner, Glück Landschaftsarchitekten, zum Abschluss des Verfahrens. 


Phase 3: Fort- und Weiterentwicklung des ,,Pesch-Planes" durch das Stadtplanungsamt Frankfurt am Main (2012-2015)

Kartenausschnitt: Weiterführendes Städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept, Pesch Partner Architekten, Glück Landschaftsarchitektur, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main, Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Frankfurt

In dieser Arbeitsphase wurden zudem zwei für die Projektentwicklung besonders bedeutsame verkehrsplanerische Aspekte geklärt: Das Planfeststellungsverfahren zum Bau des „Alleentunnels“ (unterirdischer Lückenschluss A 66-Miquelallee und A 66/A 661) wurde seitens des Landes Hessen aufgehoben. Hierdurch wurden Hemmnisse für die Planung von Wohnbauquartieren, die auch die Trasse des Alleentunnels in Anspruch genommen hätten, beseitigt. Im Rahmen einer weiteren vertieften Machbarkeitsstudie wurden durch die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), mehrere Einhausungsvarianten auf ihre Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Lärmschutzwirkung hin untersucht.

Das so ermittelte städtebauliche und landschaftsplanerische Rahmenkonzept setzt für den Untersuchungsraum folgende Eckpunkte (siehe hierzu die unten als PDF-Datei angehängte Karte):

Durch die Arrondierung der bestehenden Siedlungen kann im gesamten Plangebiet die städtebauliche Situation klarer gefasst werden. Die bestehenden Quartiere erhalten durch die vorgesehenen prägnanten Raumkanten eine eindeutigere Betonung. Auf Flächen, die trotz ihrer guten Lage im Stadtgebiet bislang ihr städtebauliches Potenzial nicht ausschöpfen, wird eine entsprechend höherwertige Bebauung ermöglicht.

In acht neuen Teilquartieren könnten insgesamt circa 4.000 Wohnungen geschaffen werden, die ein differenziertes Angebot unterschiedlicher Wohnformen bieten sollen.