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Ernst-May-Viertel

Ausgangslage/Ziele

Rahmenplan, Städtebaulicher Entwurf

Ausgangslage

Seit dem Bau der A 661 sind die Grün- und Freizeitflächen zwischen dem Huthpark, dem Bornheimer Friedhof und dem Günthersburgpark zerschnitten und verlärmt. Die ursprünglich zwischen Bornheim/Nordend und Seckbach verlaufenden Wegebeziehungen sind unterbrochen und die autobahnnahen Wohnquartiere durch die Lärmbelastung ganz erheblich beeinträchtigt. Chancen für die Planung neuer Wohnbaugebiete, die zur Deckung des Wohnungsbedarfes in Frankfurt am Main dringend benötigt werden, sind angesichts dieser Vorbelastung kaum gegeben. Diese Situation ist daher städtebaulich nicht zufriedenstellend.

Der Magistrat hat deshalb in den Jahren 2009 und 2010 eine Studie über die Möglichkeiten erarbeiten lassen, wie sich aus einer Einhausung der A 661 im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Friedberger Landstraße und der Seckbacher Talbrücke neue Perspektiven für die künftige Entwicklung des Stadt- und Landschaftsraumes ergeben könnten. Diese vom Büro Albert Speer & Partner (AS&P) vorgelegte Studie bestätigte im Ergebnis, dass durch eine Einhausung der A 661 sowohl neue und nachhaltige Qualitäten des Landschaftsraumes als auch Potenziale für neue Wohnquartiere geschaffen werden können.

Die Stadtpolitik (die Stadtverordnetenversammlung) hat daher mit koalitionsübergreifender Mehrheit die Verwaltung (den Magistrat) beauftragt, vorbereitende Untersuchungen für das „Ernst-May-Viertel“ durchzuführen. Das Ergebnis der Untersuchung soll als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche städtebauliche Entwicklungsmaßnahme der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.

Galeriebauwerk, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Ziele

Nach Analyse der Ausgangslage ergeben sich die planerischen Leitelemente für das „Ernst-May-Viertel“ aus folgenden gleichrangigen Zielen:

  • Lärmschutz für die bestehenden Wohnquartiere.
  • Generierung neuer Wohnbauflächen in den vom Autobahnlärm befreiten Bereichen.
  • Wiedervernetzung des seit dem Bau der A 661 zerteilten Landschaftsraums zwischen Huthpark und Günthersburgpark.
  • Schaffung neuer öffentlicher Grünflächen zur Erweiterung und Entlastung bestehender Parkanlagen und Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Grün- und Freizeitbereichen.
  • Verbesserung der lokalen kleinklimatologischen Situation.

Durch die landschaftsgerechte Einbindung und Gestaltung des Einhausungsbauwerks kann eine regional und gesamtstädtisch bedeutsame Grünachse im Sinne des städtischen Strategieplans "Speichen und Strahlen" geschaffen werden. Damit können die Landschaftsteile des Regionalparks über den Frankfurter Grüngürtel mit den innerstädtischen Grünflächen verknüpft und eine Grünverbindung bis in die Innenstadt und an den Main geschaffen werden..

Wegebeziehungen zwischen Bornheim/Nordend, Seckbach und der Festeburgsiedlung werden neu geschaffen beziehungsweise alte Wege wiederhergestellt und damit die Stadtteile besser vernetzt. Die bislang vom Lärm der Autobahn beeinträchtigten angrenzenden Wohngebiete würden zudem spürbar entlastet, während die neu geplanten Grünflächen einen hohen Freizeit- und Erholungswert bekämen.

Durch Arrondieren der Stadtteile ergibt sich ein Zugewinn von integrierten innerstädtischen, freiraumnahen und ruhigen Wohnbauflächen, die zudem in der Nähe bestehender Infrastruktureinrichtungen liegen. Außerdem könnte die bisher isolierte Festeburgsiedlung zu einem eigenständigen Quartier entwickelt und mit den südlich angrenzenden Quartieren an der Friedberger Warte verknüpft werden.

Zu einer ersten Bewertung und zu den planerischen Schlussfolgerungen siehe im Parlamentsinformationssystem (PARLIS) der Stadt Frankfurt - Magistratsvorträge:

M 82 2016 / M 80 2016 / M 81 2016 / M 83 2016