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Ernst-May-Viertel

Bebauungsplanung

Rahmenplan, Städtebaulicher Entwurf

Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen ist neben den fachlichen Aspekten zu ermitteln, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Durchführung einer Entwicklungsmaßnahme nach § 165 Absatz 3 Baugesetzbuch gegeben sind. 

In dem Zusammenhang wird überprüft, ob das Wohl der Allgemeinheit im Sinne der Deckung des Bedarfs an Wohn- und Arbeitsstätten, verbunden mit der daraus folgenden notwendigen Errichtung von Gemeinbedarfseinrichtungen die Durchführung der Maßnahme erfordert. Dabei spielt die Mitwirkungsbereitschaft der von der Entwicklung Betroffenen eine gewichtige Rolle. Es ist darüber hinaus zu untersuchen, inwieweit mit der Maßgabe der zügigen Durchführung eine Gebietsentwicklung möglich und die Finanzierung der Maßnahme gesichert sind. Je nach Ergebnis sind andere Planungsinstrumente anzuwenden. 

Bei den Teilgebieten 

  • Wohnen am nördlichen Günthersburgpark – („Gärtnerei Friedrich“)
  • Friedberger Landstraße/Südlich Wasserpark – („Innovationsquartier“)
  • Friedberger Landstraße/Östlich Bodenweg – („Atterberry-Ost“) 

sind die oben genannten erforderlichen Voraussetzungen zur Anwendung einer Entwicklungsmaßnahme nicht gegeben. Für diese Gebiete kann eine Entwicklung über vertragliche Vereinbarungen mit den Eigentümern, ihren Bevollmächtigten, gegebenenfalls auch in Verbindung mit der Gründung entsprechender Projektgesellschaftsformen entsprechend den Zielen aus der städtebaulich-landschaftsplanerischen Rahmenplanung erreicht werden. 

Das zur Gebietsentwicklung erforderliche Baurecht wird über bauleitplanerische und fachrechtliche Verfahren für die oben genannten Teilgebiete geschaffen: 
 

Bebauungsplanentwurf Nr. 858 - Wohnen am nördlichen Günthersburgpark 

Das im Jahr 2008 begonnene Bebauungsplanverfahren Nr. 858 – Wohnen am nördlichen Günthersburgpark – soll fortgeführt werden. Mit dem Bebauungsplan sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, nach Aufgabe der Gärtnereinutzung auf deren Areal einen attraktiven Wohnstandort zu entwickeln. Dabei soll sich die Bebauung entlang der Dortelweiler Straße an dem Gebäudebestand orientieren und es soll ein öffentlicher Zugang über das Areal in den Günthersburgpark geschaffen werden.


Bebauungsplanentwurf Nr. 880 - Friedberger Landstraße/Südlich Wasserpark

Konzept Günthersburghöfe, © tobeSTADT, Stefan Bernhard Landschaftsarchitekten, Kölling und Voigt Architekten

Im Februar 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 880 – Friedberger Landstraße/Südlich Wasserpark – gefasst und daran ein umfassendes Paket an zusätzlichen Maßgaben zur weiteren Bearbeitung geknüpft. Hierzu gehörte neben städtebaulichen und landschaftsplanerischen Aspekten auch die Durchführung eines Wettbewerbs unter Einbindung der Öffentlichkeit.

Dabei ist die Stadt neue Wege gegangen. Nachdem der Wettbewerb am 28.04.2017 als nichtoffener, einphasiger Ideenwettbewerb im kooperativen Verfahren öffentlich bekannt gemacht worden war, wurden sechs teilnehmende Bürogemeinschaften aus Stadt- und Landschaftsplanern ausgewählt und zur Bearbeitung eingeladen. Als öffentlicher Auftakt und Einstieg in den Wettbewerb fand dann am 23.06.2017 ein zweitägiges Kolloquium mit Zwischenpräsentationen und Bürgerdialog statt. Alle Interessierten hatten Gelegenheit, sich in diesem Rahmen über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung zu informieren und sich am anschließenden Diskussionsprozess zu beteiligen. Der interessierten Öffentlichkeit wurde im Rahmen der Diskussion im Plenum sowie in direkten Gesprächen mit den Planern die Möglichkeit gegeben, sehr frühzeitig Ideen und Kritikpunkte in den Planungsprozess einzubringen. Die teilnehmenden Büros haben auf dieser Basis nach dem 23.06.17 mit der Weiterentwicklung ihrer Konzeptideen begonnen und ihre Beiträge Anfang September abgegeben.

Vor der abschließenden Jurysitzung  wurden am 30.09.2017 die ausgearbeiteten Konzepte durch die sechs Büros der interessierten Öffentlichkeit sowie dem Preisgericht präsentiert und gemeinsam erörtert. 


Das Konzept „Günthersburghöfe“ gewinnt den Wettbewerb – Friedberger Landstraße / Südlich Wasserpark – („Innovationsquartier“)


Der Städtebauliche Wettbewerb zu den Flächen östlich der Friedberger Landstraße und südlich des Wasserparks („Innovationsquartier“) ist entschieden. Der Entwurf des Frankfurter Büros tobeSTADT, an dem auch Stefan Bernard Landschaftarchitekten und das Büro Kölling und Voigt beteiligt waren, wurde durch die Jury am 30.09.2017 prämiert. Die Architekten und Stadtplaner haben ihrer Entwurfsidee den Namen „Günthersburghöfe“ gegeben.
 
Das Konzept „Günthersburghöfe“ von tobeSTADT, Stafan Bernard Landschaftsarchitekten sowie Kölling und Voigt Architekten greift spezifische Qualitäten des Frankfurter Nordends in zeitgemäßer Form durch eine kompakte Blockrandbebauung auf, die an ihrem Nordrand mit einer Promenade einen deutlichen Abschluss zu den Grünflächen bildet. Dabei sollen die wesentlichen Grünelemente des Abenteuerspielplatzes, der Kleingärten im Süden sowie der wertvollen Gehölz- und Baumbestände im Norden dauerhaft erhalten werden. Am Ostrand wird der Günthersburgpark durch ein Band aus Kleingärten, die in ein öffentliches Wegenetz eingebunden sind, mit dem Wasserpark verbunden. 

Der Entwurf sieht darüber hinaus als Sonderbaukörper die nachzuweisende Grundschule am Nordostrand sowie ein Generationenzentrum und ein Baugruppenhaus am Quartiersplatz westlich des Abenteuerspielplatzes vor. Durch die herausgelöste Lage des Schulstandorts sollen die „Günthersburghöfe“ von der großflächigen Sondernutzung und ihrem Anliegerverkehr entlastet werden. 

Für die Weiterentwicklung der Bestandsbebauung Hungener Straße wird eine vorsichtige Nachverdichtung  und Ergänzung der Blockränder auf der Nordseite der Straße vorgeschlagen. Die Flächen südlich könnten perspektivisch ebenfalls in Blockrandstrukturen umgebaut werden.

Weitere Wettbewerbsteilnehmer waren (in alphabetischer Reihenfolge):

- BJP und Treibhaus Landschaftsarchitektur
- faktorgrün, Disch, Schüler
- KH Studio
- Krieger
- raumwerk


Klimatische Untersuchung der eingereichten Wettbewerbsbeiträge


Für die eingereichten Wettbewerbsarbeiten wurde ein Sachverständigenbüro beauftragt, die Auswirkungen der Bebauung auf die bestehenden Siedlungsstrukturen sowie in Hinblick auf die mikroklimatische Situation zu untersuchen und zu simulieren, um die Klimaverträglichkeit der Bebauung zu prüfen. Die Ergebnisse sind maßgeblich in die Wettbewerbsentscheidung eingeflossen. 


Bebauungsplanentwurf Nr. 914 - Friedberger Landstraße/Östlich Bodenweg

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes soll für das Gebiet an der Friedberger Landstraße östlich des Bodenwegs Planungsrecht für eine Wohnbebauung geschaffen werden, die eine lärmabschirmende Wirkung auf das westlich gelegene Wohnquartier „New Atterberry“ entfaltet. Die noch geltenden Grenzverläufe zwischen Grünflächen und Verkehrsflächen werden in diesem Rahmen und entsprechend der aktualisierten Planungen des Bundes zum Ausbau der A 661 planungsrechtlich angepasst.