Springen Sie direkt: zum Textanfang (Navigation überspringen), zur Hauptnavigation, zur Hilfsnavigation, zur Suche, zur Kontaktinformation

zur Startseite des Stadtplanungsamtes Frankfurt am Main
stadtplanungsamt-frankfurt.de
DE | EN

Hilfsnavigation

  • Hilfe
  • Darstellung

Cheruskerweg

Neugestaltung des Straßenraums Cheruskerweg

Die Straßenraumgestaltung Cheruskerweg ist ein wichtiges Kernprojekt mit langfristiger Perspektive aus dem Integrierten Handlungskonzept für das Erneuerungsverfahrens Soziale Stadt Unterliederbach-Ost "Engelsruhe". Angestrebt wird eine ganzheitliche Auswertung des Straßenzugs mit positiver Adressbildung. Der rund 600m lange Cheruskerweg bildet zusammen mit der begleitenden 7-8 geschossigen Schallschutzbebauung (sozialer Wohnungsbau) parallel zur A66 den räumlichen Abschluss der Siedlung Engelsruhe. Vor der Umgestaltung war der Straßenzug durch unterschiedliche Teilräume funktional gegliedert, die jedoch schlecht ablesbar und nur rudimentär ausgebildet waren. Das unattraktive Erscheinungsbild korrespondierte mit einer schlechten Adressbildung. Es wurde zudem beeinträchtigt durch vier dominante Müllsammelstellen der Wohnbebauung, die an den Querungsstraßen zur Siedlungsmitte im öffentlichen Straßenraum angeordnet waren.
Um funktional und gestalterisch neue Impulse zu setzen und die Nutzungsqualität für die Anwohnerinnen zu erhöhen führte das Stadtplanungsamt in 2011 ein Gutachterverfahren durch, an dem 4 Büros teilnahmen. Prämiert wurde das Konzept der Landschaftsarchitekten Mann aus Fulda, das der weiteren Bearbeitung und Ausführung zugrunde gelegt wurde.


In 2012 erfolgte die Erarbeitung und Abstimmung der Entwurfs- und Ausführungsplanung (Büro Mann). Parallel erfolgte eine Erörterung und Abstimmung der Maßnahme im Beirat Soziale Stadt und im Rahmen einer Bewohnerversammlung vor Ort. Ergänzend folgte eine vertiefende Erörterung im Rahmen einer gemeinsamen Begehung des Cheruskerwegs zusammen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern.


  • Gestaltungsdetail Einfassung Mülleinhausung, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Neugestaltung Abschnitt Alemannenweg Climbernweg, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Blick von Ost nach West nach der Umgestaltung, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Baumeinfassung Aufweitung Ost, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Gestaltungsdetail Mauerelement zwischen Vorgartenzone und Gehweg, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Mai
  • Gesamtsituation Aufweitung Ost, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Abschnitt Gotenstraße Alemannenweg, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Detail Neugestaltung Hauseingang, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Impressionen Füßgängerpromenade, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Cheruskerweg Blick West nach Ost, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
  • Aneignung des städtischen Freiraums, © LA Mann

Baubeginn war im August 2013. Die Maßnahme wurde in fünf Bauabschnitte untergliedert und im Juni 2015 fertig gestellt. Dem Umbau war eine grundlegende Sanierung des NH Parkhauses vorausgegangen, bei der alle Stellplätze reaktiviert wurden.
Durch den Umbau, der in Zusammenarbeit mit dem Straßenbau- und Erschließungsamt durchgeführt wurde, konnte die Gesamtsituation und das Image im Cheruskerweg deutlich aufgewertet werden. Neben einer klaren Gliederung des Straßenraums wurde die Verkehrssituation verbessert, das Parken geordnet und die Aufenthaltsqualität für die Anwohner erhöht. Zugleich wurde die Vorgartenzone der 350 Meter langen Wohnbebauung in Kooperation mit der Nassauischen Heimstätte (NH) neu zoniert und die Hauseingänge umgestaltet, um das Gesamtbild abzurunden.
Konkret orientiert sich die Neugestaltung im Cheruskerweg an der vorhandenen Straßenführung. Der nördliche Gehweg wurde auf 4,00 Meter verbreitert und wird in seiner neuen Funktion als  “Flaniermeile“ zu einem kraftvollen Rückgrad im  Quartier. In Verbindung mit den neu qualifizierten Aufweitungen entsteht ein lebendiger Treff- und Aufenthaltsort für Jung und Alt. Gestalterisch unterstützt wird die neue geschaffene Qualität durch ein langes raumwirksames Mauerelement in Sitzhöhe, das Gehweg und Vorgarten klar abgrenzen und zum Hinsetzen und Verweilen einlädt.
Die alte Verkehrsführung wurde beibehalten bei einer Fahrbahnbreite von  4,00 Meter im Einbahnverkehr. Vier Übergänge rhythmisieren den Fahrverlauf und schaffen sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger. In den Parkstreifen am Straßenraum wurden 53 Stellplätze geschaffen, die durch eine Stellplatzanlage mit 14 Plätzen in Höhe der Gotenstraße ergänzt wurde.
In der Summe entstand durch die umfangreiche Neugestaltung ein räumlich ansprechender und qualitativ hochwertiger Stadtraum für verschiedene Nutzungsgruppen mit integrationsstiftender und imagefördernder Wirkung, der ein lebendiges Miteinander im Quartier ermöglicht.