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Einzelhandel, Gewerbe und Dienstleistung

Höchst ist ein Standort für den Einzelhandel. Entsprechend dem 2011 aktualisierten Zentrenkonzept der Stadt Frankfurt am Main wird die Innenstadt Höchst als B-Zentrum / Ortsbezirkszentrum charakterisiert. Die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV über Bahn und Bus ist gegeben.
 
Der Einzelhandelsstandort Innenstadt Höchst befindet sich in einem Strukturwandel, der alle Ortsbezirke in Frankfurt am Main kennzeichnet: die Zahl der inhabergeführten Fachgeschäfte nimmt ab. In der Innenstadt Höchst treten dabei jedoch nicht unbedingt filialisierte Betriebe an deren Stelle, sondern es kommt zu Leerstand bzw. zu einer Häufung von Handelsnutzungen im Erdgeschoss, welche in der Summe negativ auf das Umfeld wirken.


Höchster Designparcours

Designparcours Dezember 2013, © Foto: NH ProjektStadt

Das Phänomen des vermehrt auftretenden Leerstands ist in vielen Städten und Stadtteilen offensichtlich. Die Frage, die sich jede Stadt dabei immer wieder stellen muss, ist, wie sich Leerstand vermeiden lässt und welche Möglichkeiten hier zu Verfügung stehen. Hier wird seit einigen Jahren auf die Zwischennutzung von leer stehenden Gebäuden und Räumen zurückgegriffen. Dieses Konzept sieht vor, dass Menschen der Kultur- und Kreativwirtschaft beispielsweise Designer, Fotographen, Künstler etc., leerstehende Räumlichkeiten für ihre Tätigkeiten „zwischen“ nutzt.
 
Als Maßnahme zur Leerstandsbekämpfung und zur Neubestimmung des Standorts wurde erstmalig zum 1. Adventswochenende 2012 der Höchster Designparcours ins Leben gerufen. Er wird als Chance gesehen für die Kreativen, ihr Potenzial und ihre Ideen individuell in einer leer stehenden Ladenfläche zu entfalten und breiten Bevölkerungsschichten zu präsentieren. Ziel ist es gleichzeitig, den Eigentümern das Konzept der Zwischennutzung schmackhaft zu machen und eventuell die eine oder andere Geschäftsidee der Kreativen in den Räumlichkeiten zu verwirklichen. Über mehrere Tage bespielen die Kreativen nicht nur Schaufenster, sondern die gesamte leer stehende Ladenfläche. Der Designparcours findet immer im Sommer und im Winter statt.
 
Die Resonanz in der Presse, in den Kontakten vor Ort und in der Rückmeldung der Ausstellenden erwies sich als sehr positiv. Auch konnten für einige Liegenschaften dauerhafte Nutzungen gefunden werden. Die erfolgreiche Vermittlung im Einzelfall kann aber nicht über strukturelle Probleme hinweg gehen. Das Quartiersmanagement wird dabei sowohl durch die Eigentümer der Liegenschaften angesprochen, als auch durch Interessenten, welche auf der Suche nach Ladenlokalen sind. Das Quartiersmanagement nimmt dabei eine vermittelnde Rolle ein.


Kreativförderung Höchst

Mit dem erfolgreichen Designparcours ergibt sich für den Standort Höchst zwangsläufig die Frage der Verstetigung. Gerade weil es erfolgreich ist, an zwei Wochenenden eines Jahres der kreativen Szene in Höchst eine Plattform zu geben, muss die Frage der nachhaltigen Positionierung behandelt werden.
Dazu wurde ein Kreativ-Fonds gebildet. Die Nassauische Heimstätte fungiert als Treuhänder für diesen Fonds und verwaltet ihn. Ziel ist es, leerstehende Läden durch die Nassauische Heimstätte anzumieten und diese an Kreative weiterzuvermieten.

Die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand:

  • Die Ladenbesitzer haben keinen Leerstand mehr, die Schaufenster sind belebt und attraktiv. Sie haben zumindest geringe Mieteinnahmen und können so den Zeitraum bis zu einer dauerhaften Vermietung überbrücken. Die gewerbliche Einheit wird genutzt, Winterdienst etc. entfällt und Vandalismusschäden können vermieden werden. Die Kündigungsfrist für den Vermieter ist kurz, um einem möglichen, dauerhaften Mietinteressenten schnell ein Angebot unterbreiten zu können.
  • Die Kreativen erhalten die Chance, für eine relativ niedrige Miete ihr Konzept einer Präsenz und eines Verkaufs umzusetzen und die Tragfähigkeit zu prüfen.
  • Das Quartiersmanagement nimmt Einfluss auf die Nutzung der Erdgeschosszonen. Deren Auswirkungen auf das Stadtbild und den Stadtraum ist essenziell, mit dem Einfluss auf die Nutzer und damit die Gestaltung und Außenwirkung des Schaufensters wird die Entwicklung von Höchst positiv beeinflusst.

Im Jahr 2014 wurden zwei Liegenschaften in diesen Fonds aufgenommen.


Fachwerktriennale 2015

Logo Fachwerk Triennale 2015, © Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V.

Gemeinsam mit der Tourismus- und Congress GmbH nimmt das Stadtplanungsamt bei der Fachwerktriennale 2015 mit dem inhaltlichen Beitrag zur Kreativförderung in Höchst teil.

33 Städte sind seit 2009 Teil dieser Triennalen. Sie skizzieren erste Stadtentwicklungsideen und arbeiten diese unter Nutzung der Netzwerke der Fachwerk-Lobby zu konkreten Projekten aus. Die Fachwerktriennale 2015 steht unter dem Motto: Allianzen mit der Wirtschaft schmieden. Als Partner aus der Wirtschaft konnten für Höchst die Wohnheim GmbH und RADAR, die vom Stadtplanungsamt beauftragte Leerstandsagentur für Kreative, gewonnen werden.

In einem ersten Informationsaustausch am 14./15. November 2014 in Hannoversch Münden wurde der Höchster Beitrag dem Fachpublikum vorgestellt und stieß auf große Resonanz. Der Vortrag unter dem Stichwort „mind the gap“- (Zwischen)nutzungen von Ladenleerständen durch Kreative“ hat die kreativen Impulse verdeutlicht, mit denen Stadtplanungsamt und Quartiersmanagement insbesondere in der Bolongarostraße neue Wege gehen wollen.

Mit den Fragestellungen, welche Impulse kreativwirtschaftliche Nutzungen bei der Stadtteilentwicklung und den lokalen Tourismus spielen und wie kreativwirtschaftliche Zwischennutzungen auch außerhalb von „Szenevierteln“ aktiviert werden können, fand am 3. Juli 2015 im Bolongaropalast in Höchst ein ganztägiges Fachkolloquium mit vielen externen Referenten und internationalen Beispielen statt.

Weitere Informationen zur Fachwerktriennale 2015 finden sie unter www.fachwerktriennale.de.