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Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle
- Zweiphasiger Realisierungswettbewerb -

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Luftbild mit Geltungsbereich, Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Stadt Frankfurt am Main

Die Stadt Frankfurt am Main beabsichtigt, eng abgestimmt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, in direkter Nachbarschaft zur ehemaligen Großmarkthalle eine Stätte der Erinnerung an die Deportation von mehr als 10.000 jüdischen Bürgern Frankfurts zu schaffen, die an diesem Ort versammelt und in die Konzentrationslager abtransportiert wurden.
Die Erinnerungsstätte soll an die historischen Vorgänge erinnern, über sie informieren und so das Gedächtnis an die organisierte Ermordung der Juden durch die nationalsozialistische Vernichtungspolitik wach halten.
Eine Aufarbeitung der Geschichte der Deportationen im Einzelnen wird im Jüdischen Museum der Stadt Frankfurt am Main stattfinden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
 

Wettbewerbsverfahren

Der Wettbewerb wurde als „Offener Wettbewerb“ in zwei Phasen durchgeführt. Der Zulassungsbereich für Teilnehmer war weltweit offen. Teilnehmen konnten Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Stadtbauarchitekten, Künstler und Studierende dieser Fachrichtungen. Für die zweite Wettbewerbsphase war für Preise und Anerkennungen ein Betrag von insgesamt 100.000 ausgesetzt.


Wettbewerbsgebiet

Sammelraum, Foto: Rüdiger Voerste, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Das Wettbewerbsgebiet ist Teil des GrünGürtels und des Mainuferparks. Es erstreckt sich über einen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden 450 m breiten Grünstreifen zwischen Hanauer Landstraße und Main, der im Süden auf eine Länge von ca. 150 m in den Mainuferbereich einschwenkt.
Einbezogen in den Wettbewerb, wenn auch außerhalb des ausgewiesenen Wettbewerbsgebiets und nicht ohne weiteres zugänglich, befinden sich auf dem Gelände der Europäischen Zentralbank (EZB) der Sammelraum der Deportierten im Untergeschoss der ehemaligen Großmarkthalle und eine Rampe, die zu diesem Keller führt.


Brücke, Stellwerk und Pfeilervorbau - heutiger Zustand, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Etwas weiter südlich liegen Eisenbahngleise der Ladehallen, die in einer Gleisharfe zusammengeführt werden. Hier wurden – aus dem kleinen Stellwerk gegenüber – die Weichen in die Vernichtung gestellt.
An der Erinnerungsstätte sollen Informationen über das Geschehen an diesem Ort aufklären. Darüber hinaus werden die Deportationen im Jüdischen Museum wissenschaftlich aufgearbeitet und dort in einer Dauerausstellung öffentlich gemacht.