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Förderprogramm Innenstadt Höchst

Revitalisierung der Innenstadt Höchst als Wohn- und Geschäftsstandort


Rahmenplan, Wohnen, Büro, Gewerbe

Stadtteil:




Darstellung in Projektkarte

Planungsanlass
Der Stadtteil Höchst ist noch vielen bekannt durch den Industriepark des ehemaligen Konzerns Hoechst AG. Doch Höchst hat noch vieles mehr zu bieten! Der Stadtteil hat eine lebendige Altstadt mit der größten geschlossenen Fachwerkbebauung Frankfurts, die seit 1972 unter Denkmalschutz steht. Vom Main her betrachtet präsentiert sich der Stadtteil mit Schloss und Stadtmauer, Justinuskirche und Bolongaropalast mit einem historischen Ensemble einer bis 1928 selbstständigen Stadt. Bedingt durch verschiedene Faktoren leidet aber Höchst unter einem Bedeutungsverlust, der auch mit wirtschaftlichen Einbußen einhergeht. Die Konkurrenz des expandierenden Main-Taunus-Zentrums, der Wegzug der Kreisverwaltung und die Verlagerung des Haupttores des Industrieparks nach Süden haben hierzu beigetragen. Höchst bietet Qualitäten als Wohn- und Geschäftsstandort, die es vor dem Hintergrund der aktuellen Stadtentwicklung zu schützen und auszubauen gilt. 

Mit dem Rahmenplan wurden daher - ausgehend von Strukturuntersuchungen des Stadtteils - die Bindungen, die Mängel und die Chancen von Höchst herausgearbeitet. Der Rahmenplan diente als Grundlage für das 2006 von der Stadt Frankfurt am Main beschlossene 10-jährige kommunale Förderprogramm Innenstadt Höchst. Die Förderrichtlinien wurden 2008 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Planungsgebiet
Das Plangebiet wird begrenzt durch die Leunastraße im Westen, durch den Main bzw. die Nidda im Süden, durch die Russinger- und die Bolongarostraße im Osten sowie die Ludwig-Scriba-Straße und die Gleisanlagen im Norden.

Planungsziele
Ziel des Förderprogramms ist es, die Qualität der Innenstadt Höchst als Wohngebiet und als Geschäftszentrum für breite Kreise der Bevölkerung zu steigern. 

Schwerpunkt sind Maßnahmen für private Bauvorhaben in der Innenstadt Höchst. Anreize in bauliche Investitionen sollen zur Erhaltung wertvoller Bausubstanz und des Stadtbildes beitragen. Mit in der Regel 30 % der förderfähigen Kosten werden Maßnahmen zur Modernisierung und Sanierung des Gebäudebestandes und zur Neuschaffung von Wohnraum bezuschusst. Bei Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung beträgt der Zuschuss bis zu 80 % der förderfähigen Kosten.

Ein zentraler Ansatz ist die Öffentlichkeitsarbeit und Imagebildung des Stadtteils. Zahlreiche Events wie u.a. der Designparcours werden kontinuierlich durchgeführt und helfen dabei, den Stadtteil Höchst im Bewusstsein aller Bürger Frankfurts zu verankern. Handlungsschwerpunkte des Quartiersmangements sind des Weiteren die bauliche Entwicklung und immobilienwirtschaftliche Beratung (Leerstandsmanagement), der Ausbau der Akteursstrukturen und die Vernetzung der Beteiligten vor Ort, die Stärkung des Einzelhandels insbesondere auf der Königsteiner Straße, der Bolongarostraße, der Hostatostraße und der Dalbergstraße sowie die Attraktivierung des Stadtteils für Tourismus und Kultur.

Mit dem Förderprogramm Innenstadt Höchst werden außerdem Projekte im öffentlichen Raum – u.a. Umgestaltung der Bolongarostraße und Sanierung des Stadtparks - finanziert.

Projektverlauf
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahre 2000 war der Magistrat beauftragt, den Rahmenplan aus dem Jahre 1990 zu aktualisieren, da die damals benannten Probleme seither nicht geringer geworden seien. Als Grundlage für eine solche Planung wurden ein Stadtteilverkehrsplan und ein Parkraumbewirtschaftungskonzept erstellt. Der Rahmenplan wurde 2006 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Gleichzeitig wurde ein Förderprogramm von 21 Mio. für das Rahmenplangebiet beschlossen, mit dem Wohnungsbau- und Modernisierungsmaßnahmen gefördert werden sollen. Hierfür wurden 2007 Förderrichtlinien aufgestellt, die im Februar 2008 beschlossen wurden.
 
Die Beratung der privaten Bauwilligen vor Ort erfolgt seit 2008 durch die beauftragte Architektin, Frau Lotte Plechatsch, im Beratungsbüro Bolongarostraße 135.
 
Im Zeitraum 2008 – 2011 nahm die Stadt Frankfurt am Main mit dem Stadtteil Höchst an dem EU-Projekt MANDIE 2008 – 2011 teil, welches die Förderung und Reaktivierung von Stadtteilzentren zum Ziel hatte. 

Nach Beendigung des EU-Projektes erfolgte im Verhandlungsverfahren gem. VOF die Ausschreibung und Vergabe des Quartiersmanagements. Seit April 2012 ist die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft GmbH mit ihrer Marke NH ProjektStadt beauftragt das Projekt als Quartiersmanager zu betreuen. Das Leitbild dafür ist die Entwicklung eines multifunktionalen Stadtteilzentrums mit den Handlungsfeldern Versorgung, Wohnen, Arbeiten, Leben, Kultur und Freizeit.

Zwar konnten durch die Förderung von baulichen Maßnahmen große Erfolge im Erhalt wertvoller Bausubstanz verzeichnet werden, doch weist die Innenstadt Höchst noch strukturelle Missstände auf. Die Aufgaben der NH sind unter anderem die fortlaufende Umsetzung und Strukturierung von Maßnahmen und Projekten; die Entwicklung und Akquisition neuer Maßnahmen und Projekte, die Einbindung der Ideen und Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürgern sowie lokaler Akteure und der lokalen Ökonomie. Das Quartiersmanagement soll Missstände und Potenziale (Leerstände, fehlgenutzte Liegenschaften, mangelhafte Bausubstanz, Schlüsselliegenschaften etc.) aufdecken und sie durch immobilienwirtschaftliche Beratung und Koordination einer wünschenswerten Nutzung zuführen.

Seit Beginn des Projektes begleitet der Planungsbeirat insbesondere die öffentlichen Maßnahmen im Stadtteil und berät die Stadtverwaltung und die Beauftragten. Er setzt sich aus Akteuren des Stadtteils sowie Vertreterinnen und Vertretern der Politik und der Vereine zusammen.


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Publikationen des Stadtplanungsamtes zum Projekt


Projektleitung

Frau Kathrin Sattler

Telefon: +49 (0)69 212 35585
Telefax: +49 (0)69 212 30761