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Förderungsrichtlinie Bahnhofsviertel

Kaiserstraße 58, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Im Jahr 2004 hat die Stadt Frankfurt am Main 10 Mio. Euro für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt und die Förderungsrichtlinie Bahnhofsviertel beschlossen. Ziel der Förderung ist es, Anreize für Investitionen zu geben und damit sowohl die Wohnfunktion des Bahnhofsviertels zu stärken, als auch die Attraktivität des Viertels zu steigern. Die Mittel sollen breit gestreut werden. Dabei wird der Beseitigung von Leerständen Priorität eingeräumt. Da diese Förderung auf großes Interesse gestoßen ist, wurden die verfügbaren Mittel auf insgesamt 20 Mio. Euro aufgestockt. 

Die Förderung ermöglicht nicht nur den Erhalt wertvoller Bausubstanz und die Belebung leer stehender Wohngebäude. Sie wird auch eingesetzt zur Umnutzung leer stehender Bürogebäude zu Wohnraum. Im Rahmen der Förderung wurden in der Zeit von 2004 bis 2012 über 300 Wohnungen dem Wohnungsmarkt wieder zugänglich gemacht. Davon konnten ca. 200 Wohnungen neu geschaffen werden. Weitere Wohneinheiten in verschiedenen Liegenschaften befinden sich im laufenden Verfahren.

Das rege Interesse an dem Förderprogramm zeigt, dass im Bahnhofsviertel eine große Nachfrage sowohl nach Miet- als auch nach Eigentumswohnungen vorhanden ist.

Um die Förderung zielgerichtet zur Verfügung stellen zu können und den interessierten Eigentümern Hilfestellung zu leisten wurde ein erfahrener Architekt als Modernisierungsberater beauftragt.

 

Beispiele für Förderobjekte:

Kaiserstraße 58
Die ehemalige Kaufhalle in der Kaiserstraße 58 gehört schon lange der Vergangenheit an. Nachdem bereits 2009 das Gebäude den Eigentümer gewechselt hat, wurden anfänglich erste Überlegungen angestellt, das ehemalige Kaufhaus aus den 70er Jahren zu entkernen und zu Wohnzwecken umzunutzen. Dieses Vorhaben wurde 2010 zu Gunsten einer gestalterisch höherwertigen Planung aufgegeben.
Hier werden nun 38 hochwertige Wohnungen mit Aufzug über einer Einzelhandelsnutzung im Erdgeschoss entstehen. Durch die teilweise Dachbegrünung der Einzelhandelsflächen wird eine Begrünung der Hofflächen erreicht. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse. Das bestehende Kellergeschoss wird erhalten und als Tiefgarage umgenutzt. Ein Teil der Wohnungen wird im Rahmen des „Förderprogramms Bahnhofsviertel“ mit städtischen Mitteln gefördert. Die Fertigstellung dieses Projektes erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 2013.


Wiesenhüttenplatz 37, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Wiesenhüttenplatz 37
Das ehemalige 4. Polizeirevier am Wiesenhüttenplatz stand lange leer. Bereits im Jahr 2008 wurde erstmals gemeinsam mit dem Studentenwerk Frankfurt am Main die Idee ins Leben gerufen, an diesem Standort studentisches Wohnen zu realisieren. Mit Fördermitteln aus dem städtischen „Förderprogramm Bahnhofsviertel“ wurde im Jahr 2010 nach Plänen des Architekturbüros Ferdinand Heide mit dem Umbau des Verwaltungsgebäudes begonnen. Die Baumaßnahmen wurden zwischenzeitlich abgeschlossen. Es sind insgesamt 48 Appartements für Studenten entstanden, die seit 01.07.2011 bereits bezogen wurden. Neben den Appartements wurde ein Gemeinschaftsraum eingerichtet, der sich zu den ansprechend begrünten Hofflächen öffnet und so verschiedene attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bewohner bietet. Der im belebten Bahnhofsviertel erstaunlich ruhig gelegene Wiesenhüttenplatz hat mit diesem Projekt eine zusätzliche Aufwertung erfahren.


Münchener Straße 38, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Münchener Straße 38
Das unter Denkmalschutz stehende Eckgebäude im Kreuzungsbereich der Münchener Straße und der Moselstraße wurde um 1900 errichtet. Mit dem Erwerb der Liegenschaft im Jahr 2005 planten die Eigentümer eine Revitalisierung der Wohnnutzung in dem zuletzt vornehmlich durch Büroflächen genutzten Gebäude. Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen fanden unter anderem mit Unterstützung aus dem „Förderprogramm Bahnhofsviertel“ und in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde der Stadt Frankfurt am Main in der von Zeit 2006 bis 2009 statt und umfassten:

  • die denkmalgerechte Sanierung der reich verzierten Natursteinfassade,
  • die Herstellung von insgesamt 10 großzügigen Wohneinheiten vom 1. Obergeschoss bis zum Dachgeschoss, teilweise mit dem Anbau von Balkonen und Dachterrassen,
  • die stilgerechte Sanierung des historischen Treppenhauses,
  • den Einbau einer Aufzugsanlage.

Insgesamt sind hier ca. 1.100 attraktive Wohnflächen entstanden, die allesamt bereits kurz nach Fertigstellung bezogen wurden. Die Gewerbeflächen im Erdgeschoss wurden darüber hinaus ebenfalls modernisiert und einer neuen Nutzung zugeführt.


Moselstraße 46-48
Das Gebäude aus den 1950er Jahren wurde in der Vergangenheit sowohl gewerblich als auch zu Wohnzwecken genutzt. Durch zwischenzeitliche Nutzungsänderungen wurden neben Büros auch Pelzwerkstätten, dazugehörige Lagerräume und Appartements geschaffen. Von 2009 bis 2010 wurde das Gebäude vom Eigentümer umfangreich saniert. Es erfolgte eine Modernisierung der vorhandenen Wohneinheiten und die Umwandlung der bisherigen Gewerbeflächen im 1.-8. Obergeschoss ebenfalls zu Wohnflächen. Das Erdgeschoss wird weiterhin gewerblich genutzt. Gleichzeitig wurde die straßenseitige Fassade zugunsten einer verbesserten Belichtung saniert und zeitgemäß gestaltet. Ungefähr die Hälfte der entstandenen Wohnflächen wurden aus dem städtischen „Förderprogramm Bahnhofsviertel“ gefördert. Nach der Fertigstellung im Juli 2010 verfügt das Gebäude nun über insgesamt 68 Ein- und Zwei-Zimmer Wohnungen.



Erstinformationen zum Förderverfahren und Hilfestellungen bei der Antragsstellung:


Herr Jürgen Ehlers
Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH - BSMF
Tel. (069) 40 58 73 - 0

oder

Frau Stephanie Doering
Stadtplanungsamt - 61.S2
Tel. (069) 212 33751
E-Mail: stephanie.doering@stadt-frankfurt.de