Springen Sie direkt: zum Textanfang (Navigation überspringen), zur Hauptnavigation, zur Hilfsnavigation, zur Suche, zur Kontaktinformation

zur Startseite des Stadtplanungsamtes Frankfurt am Main
stadtplanungsamt-frankfurt.de
DE | EN

Hilfsnavigation

  • Hilfe
  • Darstellung

Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße

Städtebaulicher Entwurf, Gewerbe

Stadtteil:




Darstellung in Projektkarte

Planungsanlass 
Bis etwa Mitte der 90er Jahre wurde der heute bebaute Teil des Gebiets überwiegend von der Firma Hartmann & Braun für die Produktion von hochwertigen Mess- und Analysegeräten genutzt. Nach der Auflösung von Hartmann & Braun wurde die Produktion weitgehend verlagert und nur teilweise von einem Nachfolgebetrieb fortgeführt. Zwei weitere Handwerksbetriebe verblieben im Gebiet und haben ihren Betrieb aufrechterhalten. Die ehemaligen Produktionshallen waren überwiegend untergenutzt und verfielen. Diese insgesamt städtebaulich unbefriedigende Situation war Anlass, ein Gesamtkonzept für den Bereich nördlich der Heerstraße bis an die A5 zu entwickeln.

Planungsgebiet 
Das Gebiet umfasst den Bereich nördlich der Heerstraße, der im Westen ungefähr durch die Ziegelei-Allee und den Wirtschaftsweg in Verlängerung der Ziegelei-Allee begrenzt ist. Die nördliche Grenze verläuft im Abstand von ca. 150 m parallel zur A5. Die östliche Grenze bilden im nördlichen Abschnitt u.a. eine ehemalige Ziegelei, weiter südlich die Wohnbebauung westlich der Steinbacher Hohl sowie der bebaute Teil des Betriebsgeländes der Daimler AG. In dem Gebiet befinden sich einige nicht mehr genutzte Tongruben, die wegen der Böschungen auch heute noch gut zu erkennen sind.

Planungsziele 
Das Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße in Frankfurt-Praunheim ist eines der Gebiete, in dem das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm umgesetzt werden soll. Neben Bauflächen für neue Betriebe des produzierenden Sektors sollen vorhandene Betriebe in ihrem Bestand gesichert und entwickelt werden. Entlang der Heerstraße sieht das Strukturkonzept für das Gesamtgebiet eine Stärkung des alten Wohnquartiers durch eine Ergänzung in Richtung Norden vor. Da in Praunheim zum Zeitpunkt der Aufstellung des Planungskonzepts Bedarf für einen zeitgemäßen Nahversorger bestand, wurde an der Heerstraße eine Fläche für Einzelhandel (Nahversorger) geplant. Das Wohnquartier und der Nahversorger sind inzwischen realisiert worden.

Die Erholungsfunktion des Gebiets soll so weit wie möglich erhalten bleiben. Die landschaftsprägenden Feldgehölze, die vor allem entlang der Böschungen der ehemaligen Tongruben gewachsen sind, werden als öffentliche Grünflächen Teil der zukünftigen Grünstruktur des Gebiets.
Besondere Bedeutung für das Ortsbild haben die Ränder des Gebiets. Entlang der Heerstraße wird die städtebauliche Gestalt durch die bereits vorhandene Baumreihe auf der nördlichen Seite wesentlich geprägt. Diese grüne Fassung des Gewerbegebiets soll auf jeden Fall erhalten bleiben, da sie den städtebaulichen Kontrast zwischen der niedrigen, kleinteiligen Wohnbebauung auf der Südseite der Heerstraße und den großformatigen Nahversorgungsmärkten auf der Nordseite der Heerstraße mindert.
Die Westansicht des Gewerbegebiets wird ein Teil des Ortsrandes der bebauten Ortslage Frankfurts sein. Ein Baum- und Gehölzstreifen bindet das Gebiet in die offene Landschaft ein. Zwischen der A5 und dem Planungsgebiet wurde bereits eine großzügige Grünfläche (Ausgleichsfläche für andere Baugebiete) angelegt. Die Fernsicht auf das Gebiet soll nicht durch gewerblich genutzte Bauwerke geprägt sein, sondern auch einen adäquaten Übergang von offener Landschaft zu bebauten Flächen schaffen.
Mit dem Bau der Haupterschließungsstraße wird auch eine Teilstrecke der Ortsumfahrung Praunheim hergestellt, die von der Kreuzung Ludwig-Landmann-Straße/Heerstraße bis zur Dillenburger Straße verlaufen soll.

Projektverlauf 
Ursprünglich nur zur Erweiterung zweier vorhandener Betriebe gedacht, haben sich die Planungsüberlegungen - nicht zuletzt als Folge des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms - zu einer strukturellen Entwicklung des Gesamtgebiets zwischen Heerstraße und A5 gewandelt.

Das Strukturkonzept für das Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße wurde am 19.4.2005 in einer Bürgeranhörung der Öffentlichkeit vorgestellt. Da schon bald absehbar war, dass sich der südliche Teil des Gebiets schneller entwickeln würde, teilte man das Gesamtgebiet in zwei Planverfahren. Der Bebauungsplan für den südlichen Teil (Bebauungsplan Nr. 854 - Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße, Teilbereich 1) ist seit dem 25. März 2010 rechtsverbindlich. Für das übrige Gebiet befindet sich der Bebauungsplan Nr. 696 - Gewerbegebiet Nördlich Heerstraße, Teilbereich 2, noch in Aufstellung. Am 15.11.2012 hat die Stadtverordnetenversammlung die öffentliche Auslegung beschlossen (Beschluss § 2382). Die öffentliche Auslegung fand in der Zeit vom 23.01.2013 bis zum 25.02.2013 statt. Zurzeit werden die Anregungen und Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung ausgewertet.


Projektleitung

Herr Antonius Schulze Mönking

Telefon: +49 (0)69 212 36107
Telefax: +49 (0)69 212 30761