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Imagegewinn nach Innen und Außen

Neugestaltung der Vorgartenzone Alemannenweg / Umbau Alemannenweg

Situation zu Beginn des Erneuerungsverfahrens, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Die Häuserzeile des östlichen Alemannenwegs wurde 1929 unter dem damaligen Siedlungsdezerneten  der Stadt Frankfurt am Main, Ernst May; errichtet. Seit Beginn des Erneuerungsverfahrens wurden 8 der 10 städtischen Häuser im Straßenabschnitt Alemannenweg 52-70 privatisiert. Die Veräußerung erfolgte vorzugsweise an Bewohnerinnen und Bewohner aus Unterliederbach mit dem Ziel, die Eigentumsquote zu erhöhen, um im Quartier die Gebietsbindung zu stärken und die Sozialstruktur breiter auszubilden. Beim Verkauf der Häuser wurde straßenseitig ein Streifen von 2,50 m einbehalten, um den Umbau des Alemannenwegs zu ermöglichen, der in diesem Abschnitt in zwei Richtungen befahrbar ist.


Situation nach der Umgestaltung, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Im Zusammenhang mit dem Eigentumswechsel entwickelte sich bei den Anwohnern der Wunsch, das Gesamtbild der Vorgartenzone zu verbessern. Besonders unbefriedigend waren die hausbezogene Erschließung, die zum Teil über das Nachbarschaftsgrundstück verlief, die marode Stützmauer entlang der alten Grundstücksgrenze sowie die Dominanz der Müllbehälter.
In einem ersten Schritt wurde in 2008 mit der Projektentwicklung für eine funktionale und gestalterische Aufwertung der Vorgartenzone begonnen. Das Büro Wittich wurde beauftragt, ein Planungskonzept zu erstellen. Darauf aufbauend wurde in einem interaktiven Prozess mit den Anwohnern ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickelt und der weiteren Ausführungsplanung zugrunde gelegt: Die Stützmauer wurde um 2,50 m auf die neue Grenze zwischen Straße und Vorgarten versetzt und durchgängig mit einer Hecke hinterpflanzt. Jeweils 2 Häuser teilen sich einen gemeinsamen Hauseingang. In den neuen Mauerverlauf wurden Müllboxen aus Stahlblech integriert, so dass zur Straße hin ein hochwertiger und geschlossener Abschluss entsteht. Nach den Landschaftsbauarbeiten folgte im Frühjahr 2010 die Bepflanzung der Vorgärten. In jedem Vorgarten wurde ein individuell ausgewählter Hausbaum gesetzt  und nach Wunsch ein kleiner Sitzplatz eingerichtet.


Stadträumliche Situation nach der Fertigstellung, Bild: Freischlad + Holz, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Im zweiten Schritt folgte in 2010 die Umgestaltung des Alemannenwegs. Der zusätzliche Flächengewinn ermöglichte eine Verbreiterung des Gehwegs und eine Neuordnung der Parkierung durch einen separaten Parkstreifen mit Straßenbäumen. Die Fahrbahn wurde geringfügig verschmälert und mit einem neuen Belag versehen.

Die Einweihung der Maßnahmen fand im Oktober 2010 im Rahmen eines gemeinsamen Straßenfestes statt, das durch die Anwohner organisiert wurde. Das Ergebnis der Neugestaltung wertet die Gesamtsituation auf und verbessert das Image des Stadtteilgebiets nach Innen und Außen. Bezogen auf die Vorgärten gibt es Anreize zum Austausch und ein Bild zur Nachahmung.