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Vorbereitende Untersuchungen

Lärmschutz

Die von der Autobahn 661 ausgehende Lärmbelastung ist einer der maßgeblichen Planungsanlässe.

Zur Minderung dieser Lärmeinträge wurde auch die Wirkung einer zehn Meter hohen Lärmschutzwand entlang der A 661 geprüft. Dieser Lösungsansatz wurde jedoch verworfen, weil eine Lärmschutzwand die städtebauliche und freiraumplanerische Trennwirkung der Autobahn zusätzlich verstärken würde und die erreichbare Schutzwirkung bei bestimmten Witterungsverhältnissen, zum Beispiel bei einer Inversion, deutlich eingeschränkt wäre.

Mit einer Einhausung der A 661 können hingegen sowohl die stadt- und freiraumplanerischen als auch die schutzbezogenen Nachteile einer Lärmschutzwand vermieden werden.

Die Verlärmung des Untersuchungsgebiets durch die A 661 stellt sich auf der Grundlage des für das Jahr 2025 prognostizierten Verkehrsaufkommens wie folgt dar:


Ohne Lärmschutz

Kartenausschnitt: Verkehrsuntersuchung Autobahn 661 ohne weitergehende Schallschutzmaßnahme, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main, TÜV Hessen,  Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Stadt Frankfurt am Main

Abbildung 1 zeigt die Lärmsituation bei freier Schallausbreitung in 2 Meter Höhe für den Nachtzeitraum (22.00 bis 06.00 Uhr). 

Für die Beurteilung von Verkehrslärmeinwirkungen steht in Deutschland die DIN 18005 – Schallschutz im Städtebau – zur Verfügung. Die im Beiblatt 1 zu dieser Norm enthaltenen Orientierungswerte geben Hinweise für die angemessene Berücksichtigung des Schallschutzes in der städtebaulichen Planung. Sie sind eine sachverständige Konkretisierung für die in der Planung zu berücksichtigenden Ziele des Schallschutzes; sie sind daher keine Grenzwerte. Ihre Einhaltung oder Unterschreitung ist jedoch wünschenswert, um die mit der Eigenart des betroffenen Baugebiets verbundene Erwartung auf angemessenen Schutz vor Lärmbelastungen zu erfüllen.

Der Vergleich mit den Orientierungswerten der DIN 18005 – Schallschutz im Städtebau – verdeutlicht, dass der östliche Rand des Wohngebiets „New Atterberry“ in erheblichem Umfang von Autobahnlärm betroffen ist. Hier werden die Orientierungswerte um bis zu 10 dB(A) überschritten, was als Verdoppelung der Lautheit empfunden wird.
 
Am südlichen Rand dieses Wohngebiets sind die Abweichungen von den DIN-Werten infolge der größeren Abstands zur Autobahn deutlich geringer. Sie belaufen sich auf bis zu 5 dB(A), während im Wohngebiets selbst die Orientierungswerte eingehalten, teils auch unterschritten werden.


Mit Lärmschutz

Kartenausschnitt: Verkehrsuntersuchung BAB 661 mit Riegelbebauung und Einhausung, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main, TÜV Hessen,  Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Stadt Frankfurt am Main

Abbildung 2 zeigt die nächtliche Lärmsituation, die mit einem 400 Meter langen Einhausungsbauwerk und einem ergänzenden, autobahnbegleitenden Gebäuderiegel am östlichen Rand von „New Atterberry“ erzielt werden kann.

Während die Ostfassaden des Gebäuderiegels erwartungsgemäß erheblich verlärmt würden, wären die nach Südwesten orientierten Fassaden so gut durch die Eigenabschirmung vor den Schalleinträgen geschützt, dass fast überall der maßgebliche Orientierungswert von 45 dB(A) eingehalten und sogar deutlich unterschritten würde. Bei der Gestaltung der Wohnungsgrundrisse sind diese Gegensätze zu berücksichtigen. Die gering verlärmten Südwestfassaden begünstigen dabei die Anordnung von Balkonen und Terrassen.  

Die ausgeprägte Schallschutzfunktion eines solchen Gebäuderiegels ist auch daran erkennbar, dass dieses Gebäude zudem die Lärmbelastung des Wohngebiets „New Atterberry“ deutlich absenken würde. Die Lärmbelastung am östlichen Quartiersrand reduziert sich um bis zu 10 dB(A), teilweise sogar um mehr als 10 dB(A), so dass der nächtliche Orientierungswert annähernd flächendeckend eingehalten werden würde.
Durch die zugrunde gelegte Position des 400 Meter langen Einhausungsbauwerks kommt es zusätzlich zu einer Lärmminderung entlang des gesamten südlichen Randbereichs von „New Atterberry“, die sich auch in das Wohnquartier hinein fortsetzt.
Aus Schallschutzgründen ist daher die Einhausung der A 661 über den gesamten Abschnitt zwischen der Seckbach und Friedberger Landstraße nicht erforderlich, um das Wohnquartier „New Atterberry“ wirkungsvoll vor den Verkehrslärmeinträgen der A 661 zu schützen. 

Gegen eine Verlängerung des Einhausungsbauwerks bis zur Friedberger Landstraße spricht auch, dass die damit erreichbare Schallschutzwirkung durch die weiterhin bestehenden Lärmeinträge der Friedberger Landstraße und des nicht eingehausten Autobahnabschnitts nördlich der Brücke wieder teilweise zunichte gemacht werden würden. Der geplante Gebäuderiegel erweist sich auch gegenüber diesen Schalleinträgen als der effektivere Lösungsansatz.