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Lyoner Viertel

Von der Bürostadt zum Lyoner Viertel


Büro, Wohnen

Stadtteil:




Darstellung in Projektkarte

Planungsanlass
Aufgrund der hohen Büroleerstandsrate in der Bürostadt Niederrad (ca. 250.000 – 300.000 BGF) hat das Stadtplanungsamt Frankfurt am Main einen Rahmenplan erstellt, der aufzeigt, wie aus der dortigen monofunktionalen Struktur künftig ein gemischt genutzter, lebendiger Stadtteil entstehen könnte. Es handelt sich um ein Pionierprojekt, das auch in der Fachwelt Beachtung findet.

Planungsgebiet
Die Bürostadt Niederrad liegt zentral im Frankfurter Stadtgebiet zwischen Flughafen und Innenstadt und ist sehr gut durch Autobahn und S-Bahn angebunden.
Nicht nur der gute Standort im Stadtgebiet, sondern auch die aufgelockerte Bebauungsstruktur mit großen Grünflächen, sowie die räumliche Nähe zu Stadtwald und Main machen die Bürostadt Niederrad auch als Wohnstandort interessant.

Planungsziele
Für die Ansiedelung neuer Nutzungen bieten sich drei grundsätzliche Flächenoptionen für die 88 ha große Kernzone der Bürostadt an:

1.    Umnutzung von Teilflächen des massiven Büroleerstands,
2.    Abriss leerstehender, bautechnisch nicht umnutzbarer Bürogebäude und Neubau von
       Wohngebäuden,
3.    bauliche Nachverdichtung.

Auf diese Weise können verdichtete Block- und aufgelockerte Solitärstrukturen mit großzügigen Grünflächen entstehen. Eine vielfältige Baustruktur ist wiederum interessant für eine gemischte Wohnbevölkerung, die hier, zwischen Mainufer und Stadtwald, ein entsprechendes Umfeld finden würde.
Stadträumlich wird eine bessere Vernetzung sowohl mit den angrenzenden Stadtvierteln Goldstein und Alt-Niederrad als auch mit der Mainuferzone und dem Stadtwald angestrebt sowie eine Verbesserung der Fußwegeverbindungen innerhalb der Bürostadt. Darüber hinaus soll die Versorgungsinfrastruktur gestärkt und eine soziale Infrastruktur etabliert werden.

Es wird ein erhebliches Entwicklungspotential zur Umstrukturierung der Bürostadt Niederrad in ein modernes Arbeits- und Wohnquartier „Lyoner Viertel“ gesehen. Bei der Qualifizierung und Zukunftssicherung des künftigen Lyoner Viertels sind strategische Partner bei der Umwandlung und Aufwertung auf privater Seite gefordert.

Der Erfolg des Projektes wird durch die aktuellen Entwicklungen mehr als bestätigt. Die durch Umnutzung, Neubau und Nachverdichtung am Standort prognostizierten Potentiale für ca. 3.000 neue Wohnungen sind nach Ende der ersten Jahreshälfte 2015 erreicht worden. Am Standort wurden mittlerweile deutlich über 3.000 Wohnungen realisiert, befinden sich aktuell im Bau oder in der Planung. Aufgrund weiterhin vorhandener Flächenpotentiale ist ein Nachfragerückgang mittelfristig nicht zu erwarten.

Projektverlauf
Ein Rahmenkonzept wurde von dem Frankfurter Architektur- und Planungsbüro bb22 in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt bereits 2008 erstellt. Die Veröffentlichung erfolgte in der Publikationsreihe „Im Dialog" unter dem Titel „Von der Bürostadt zum Lyoner Viertel“. Am 28.06.2012 hat die Stadtverordnetenversammlung auf der Grundlage eines überarbeiteten und konkretisierten Rahmenplans zum Lyoner Viertel den Beschluss gefasst, den gemäß Beschluss vom 25.03.2010 aufzustellenden Bebauungsplan Nr. 872 – Lyoner Straße, in zwei separate Bebauungspläne (Bebaungsplan Nr. 885 und Bebauungsplan Nr. 872) aufzuteilen.

Im herausgelösten Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 885 - Hahnstraße - sollen die dort besonders günstigen Rahmenbedingungen genutzt werden, um die Bürostadt Niederrad möglichst zügig als Wohnstandort zu etablieren. Durch die bestehende Nahversorgung in der Goldsteinstraße und die im benachbarten Stadtteil Niederrad bereits verfügbare soziale Infrastruktur sind dort wesentliche Voraussetzungen für ein belebtes Stadtquartier bereits vorhanden. 
Die Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 (2) BauGB) und der Behörden (§ 4 (2) BauGB) im Bebauungsplanverfahren Nr. 885 wurde vom 25.09. - 28.10.2013 durchgeführt. 
Der Bebauungsplan Nr. 885 - Hahnstraße - ist mit Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Frankfurt am Main am 11.11.2014 in Kraft getreten. Mit einem Potential von ca. 1.200 Wohneinheiten sowie ergänzenden wohnungsspezifischen Dienstleistungen bildet dieser Teilbereich auch eine geeignete Ausgangslage für die Entwicklung der weiter südlich und westlich angrenzenden Flächen im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 872 „Lyoner Straße“.

Der Bebauungsplanentwurf Nr. 872 „Lyoner Straße“ wurde in der Zeit vom 30.09. – 30.10.2015 öffentlich ausgelegt und somit die Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 (2) BauGB) und der Behörden (§ 4 (2) BauGB) durchgeführt. Der Bebauungsplan Nr. 872 - Lyoner Straße - ist mit Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Frankfurt am Main am 22.11.2016 in Kraft getreten.

Publikationen des Stadtplanungsamtes zum Projekt


Projektleitung

Herr Dr. Martin Neitzke

Telefon: +49 (0)69 212 36167
Telefax: +49 (0)69 212 30761