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Methodisches Vorgehen

Foto Defizit: Blendung durch Straßenbeleuchtung, Foto: BAS conceptlicht, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Defizit: Blendung durch Straßenbeleuchtung

Das Nachtbild von Großstädten erstrahlt heute als riesige Lichtglocke über den tatsächlichen Beleuchtungsbedarf hinaus. Einerseits ist das Nachtbild zu diffus - eine differenzierte Wahrnehmung von Flächen und Räumen ist nicht möglich - sowie zu gleichmäßig, die Feinheiten sind verlorengegangen. Andererseits sind diese Erscheinungen auch Ausdruck des pulsierenden Nachtlebens einer Großstadt. Die Zielsetzung eines authentischen Nachtbildes sollte das Großstädtische auch nachts in Erscheinung treten lassen und das Bedeutungslose nicht lichttechnisch inszenieren.


Foto Defizit: Licht mit falscher Farbwiedergabe, Foto: BAS conceptlicht, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Defizit: Licht ohne Farbwiedergabe    

Um ein authentisches Nachtbild zu entwerfen, stand am Anfang der Betrachtungen des Masterplans die Analyse des Tagbildes. Es wurden nachtrelevante Nutzungen, Freiräume, Straßen- und Blickbeziehungen sowie Baustrukturen und Hochhäuser analysiert. Ausgesprochene Abend- und Nachtnutzungen sind Hotels und Gaststätten, gefolgt von Läden und Geschäften, die auch nach Ladenschluss durch beleuchtete Schaufenster Anziehungspunkte bilden. Im Gegensatz zu den öffentlichen Räumen in reinen Büroquartieren mit  z.T. sogar abweisenden Fassaden, sind dies die Räume mit der besseren Aufenthaltsqualität.

Als Defizite des Nachtbildes können zusammenfassend genannt werden: Licht-Smog, Blendung, unbeabsichtigte Bedeutung und unechte Farbwiedergabe durch Beleuchtung.


Aufgrund der stadtstrukturellen Analyse und der herausgearbeiteten Defizite wurden folgende Ziele des Masterplans entwickelt:

  1. Blendlicht reduzieren – Materiallicht stärken!
  2. Stadtraum mit Licht definieren und nachmodellieren!
  3. Dunkelheit ist Qualität!
  4. Beleuchtung kann nur dort etwas in Erscheinung bringen, wo etwas zu zeigen ist. Versucht sie etwas zu illuminieren, wo nichts ist, ist sie aufgesetzt!
  5. Architektonische Struktur und räumliche Dimension von Gebäuden, Straßen und Plätzen mit möglichst geringen Mitteln betonen!
  6. Architektur, Gebäudebeleuchtung, Lichtwerbung und Beleuchtung des öffentlichen Raums in Beziehung setzen!