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Planungsgeschichte

Luftbild vom Hauptgüterbahnhof von 1959, © Institut für Stadtgeschichte Stadt Frankfurt am Main

Gebietshistorie 
Wesentlicher Faktor für die historische Entwicklung des Gebiets war die Anlage des Hauptgüterbahnhofes mit dem Rangierfeld in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nördlich angrenzend entstand um den historischen Bau der Festhalle das Frankfurter Messegelände. Nördlich des Rangierfeldes entwickelte sich die Kuhwaldsiedlung und südlich die gründerzeitlichen Strukturen des Gallusviertels. Von 1929 bis 1930 wurde die Siedlung Hellerhof im Auftrag der Aktiengesellschaft Hellerhof unter planerischer Leitung des Architekten Mart Stam an der Frankenallee und Idsteiner Straße errichtet.




Planungsgeschichte
 
Verbunden mit der ersten Privatisierungsstufe der Deutschen Bahn im Jahre 1994 entstand bei den Nachfolgeunternehmen ein zunehmendes Interesse an einer wirtschaftlich sinnvollen Verwertung von Flächen, die für die Nutzung als Bahnfläche entbehrlich waren. Im Zuge der Ideen des Hamburger Büros gmp zur „Renaissance der Bahnhöfe“, die im Rahmen einer Studie auch für Frankfurt am Main (Frankfurt 21) konkretisiert wurden, rückten die Flächen des Hauptgüterbahnhofes und das Gleisfeld des Hauptbahnhofes erstmals in den Focus der städtebaulichen Planung.
Während die Umnutzung des Gleisfeldes des Hauptbahnhofs wegen des beträchtlichen finanziellen Aufwandes nicht weiter verfolgt wurde, konnte die Umnutzung des Hauptgüterbahnhofes und dessen Gleisfeldes weitergeführt werden, da hier der Standort insgesamt aufgegeben werden konnte.
Auf der Grundlage eines Entwurfes des Büros AS&P wurde zwischen den Eigentümerinnen, Eigentümern und der Stadt Frankfurt ein Rahmenplan erarbeitet, der von der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 2000 beschlossen wurde. Das Nutzungskonzept zum Rahmenplan sieht als zukünftige Nutzungen für die ca. 100 ha brachgefallenen Bahnflächen Anteile von jeweils 25 % Wohn-, 25 % Grün-, 25 % Messeerweiterungs- sowie 25 % Misch- und Kerngebietsflächen vor.

 


Luftbild vom Hauptgüterbahnhof von 1997, © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main

Planungsgeschichte – Europaviertel Ost 
Im Jahre 1998 wurde der Betrieb auf dem Hauptgüterbahnhof eingestellt. Die Flächen des Hauptgüterbahnhofes (östlich der Emser Brücke) konnten daraufhin zügig entwidmet und somit der Planungshoheit der Stadt Frankfurt zugeführt werden. So wurde bereits im März 2001 der Bebauungsplan Nr. 556 „Messeviertel / Hemmerichsweg“ als Satzung beschlossen. Die Messehalle 3, die Neue Dependance und das Mövenpickhotel waren hier die ersten Hochbauten. In den Jahren 2006/2007 zog die hochbauliche Entwicklung deutlich an. Mittlerweile sind bereits große Teile des Planungsgebiets bebaut. Die Erschließungsmaßnahmen zum Ausbau der östlichen Europaallee sind bereits weitestgehend abgeschlossen.


Foto Rangierfeld 2000, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Planungsgeschichte – Europaviertel West 
Das Rangierfeld des Güterbahnhofes (westlich der Emser Brücke) blieb ungeachtet der Aufgabe des Güterbahnhofes in Betrieb und wurde bis Mitte 2005 für Durchfahrten genutzt. Mittlerweile ist auch hier der Rückbau der Bahnanlagen abgeschlossen und ein Großteil der neuen Erschließungsanlagen ist bereits vorhanden. Mit den rechtskräftigen Bebauungsplänen Nr. 826 "Europaviertel West - Teilbereich 1“ und Nr. 850 "Europaviertel West - Teilbereich 2" steht nunmehr auch für den gesamten westlichen Teil des Europaviertels das notwendige Planungsrecht für die Umnutzung des ehemaligen Rangierfeldes zu einem neuen gemischten, urban geprägten Stadtquartier zur Verfügung.