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Siegerentwürfe

Ein zweiter Preis (Arbeit 019)

Ein zweiter Preis (Arbeit 019), Entwurf: bbzl, böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin

Verfasser: bbzl, böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin


Entwurfsidee der Verfasser
„Die Gedenkstätte Großmarkthalle zeigt, dass die praktische Umsetzung  von Verfolgung und Deportation während der NS-Zeit an vielen Stellen in den Alltag eingebunden war. Räumlich soll sie sich dazu auf die authentischen Orte der Deportation beschränken. Dazu gehören das Kopfgebäude der Großmarkthalle, die Zugangsrampe, die Gleisharfe und die Eisenbahnbrücke.“

Beurteilung des Preisgerichts (Auszug)
„Das Leitthema der Arbeit ist die Alltäglichkeit des Ortes, an dem die Deportationen stattfanden. Folgerichtig betont der Entwurf fast ausschließlich die authentischen Orte. Ohne große symbolische Aufladung oder Gesten erzeugt die abgegrenzte Figur der Gleisharfe im Gleisraum als Relikt des Vorgefallenen Befremden und Aufmerksamkeit. (…) Ebenso als angemessen gewürdigt wird die Einfachheit der eingesetzten Mittel. (…) Die Arbeit ist ganzheitlich nachvollziehbar und realisierbar. Insgesamt ist der Beitrag fast spröde in seiner Selbstverständlichkeit - was jedoch hinsichtlich des Leitthemas eine folgerichtige und überzeugende Konsequenz darstellt.“


Ein zweiter Preis (Arbeit 070)

Ein zweiter Preis (Arbeit 070), Entwurf: KATZKAISER GbR, Köln

Verfasser: KATZKAISER GbR, Köln


Entwurfsidee der Verfasser
„Das Gedenken an die Deportierten von 1941 bis 1945 soll auf mehreren Ebenen sichtbar gemacht werden. Spuren sollen gesichert, Wege und Bezüge markiert und der Ort mit Erinnerungen überlagert werden.“

Beurteilung des Preisgerichts (Auszug)
„Die authentischen Orte der Deportationen im Bereich der Großmarkthalle werden in ganz einfacher Form sichtbar gemacht - die Gleisharfe mit dem Stellwerk und die Rampe zum Sammelkeller unter dem Kopfbau der Großmarkthalle (…). Die Verfasser machen diesen nicht sichtbaren Ort für alle Passanten des GrünGürtels mit einer direkten, den Betrachter in ihren Bann ziehenden Rampe sichtbar. Der Zugang wird durch die hohen Seitenwände zu einem langen Schlund gefasst, der schon an dem öffentlichen Parkweg beginnt, so dass er frei einsehbar ist. Vorher wird die Zugänglichkeit aus Sicherheitsgründen durch eine Glaswand abgeteilt, auf der die Erinnerung eines Deportierten aufgedruckt ist, wie auch andere Sätze, die in die Wege eingraviert sind und die Unsäglichkeiten der Verschleppung erzählen. (…) die Einfachheit der eindeutig formulierten Rampensituation, das unaufdringliche Vorhandensein der Gleisanlagen und das (…) Stellwerk, welches die Züge in den Tod passieren mussten, vermeiden jede Schaustellerei und bringen die banalen Vorgänge des Schreckens ins Bewusstsein.“


Ein zweiter Preis (Arbeit 128)

Ein zweiter Preis (Arbeit 128), Entwurf: LOOC/M Architekten GbR, Frankfurt am Main

Verfasser: LOOC/M Architekten GbR, Frankfurt am Main


Entwurfsidee der Verfasser
„Zwischen 1941 und 1945 wurden über 10.000 Frankfurter Juden von Deutschen zur Großmarkthalle verschleppt und von dort auf Zügen in den fast sicheren Tod geschickt. (…) Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Erinnerung an jedes einzelne Opfer wach zu halten, ihm eine Stimme und ein Gesicht zu geben.“

Beurteilung des Preisgerichts (Auszug)
„Die Jury erkennt die tragende Idee dieses Entwurfs an. Die Gestaltungsidee resultiert aus der Absicht, die öffentlich zugänglichen, authentischen Relikte mit den nicht öffentlichen zu verweben. Dies gelingt über eine in die Gleisharfe gestanzte kubische Großform - die Raumskulptur -, die den Dimensionen des Kellerraumes unter der Großmarkthalle entspricht und die sich dem Spaziergänger in den Weg stellt. Der Kubus wird aus ca. 10.000 Stahlplatten gebildet, in die die Namen der Deportierten eingeritzt sind. Diese Namensnennung wird von der Jury als eine unangemessene Doppelung zur Gedenkstätte am Börneplatz gesehen und müsste vermieden werden. Überhaupt scheint der Jury eine allzu umfangreiche Verdichtung durch eine Vielzahl von einzelnen Ideen und Gestaltungselementen vorzuliegen. (…) Die Jury lobt insbesondere den vorgeschlagenen temporär möglichen Zugang zum Kubus über das umgewandelte Stellwerk.“