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Soziale Stadt Unterliederbach-Ost "Engelsruhe"

Integriertes Erneuerungsverfahren nach dem Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" (§ 171e BauGB)


Stadterneuerung

Stadtteil:




Abgeschlossen:
2015

Planungsanlass
Die Siedlung Engelsruhe ist ein reines Wohngebiet am Rande  von Unterliederbach. Ihre Entstehung ist eng verbunden mit der Gründung der Farbwerke Höchst, ihre jüngere Entwicklung beeinträchtigt vom Strukturwandel.
1999 lebten rund 3.500 Menschen im Gebiet, davon überdurchschnittlich viele ältere Menschen über 60 sowie Kinder und Jugendliche. Die Arbeitslosenquote lag mit 7,1% knapp über dem Stadtdurchschnitt (6,7%), darunter viele Langzeitarbeitslose(36,4%) und Sozialhilfeempfänger (9,8%). Der Ausländeranteil lag bei rund 27%. Es zeichnete sich zunehmend soziale Probleme und Vandalismus ab.
Zur lokalen Unterstützung war das Stadtteilgebiet von 1998 bis 1999 Teil des EU-Projektes "Drittes System und Beschäftigung" und ab März 1998 Projektgebiet des Landesprogramms "Einfache Stadterneuerung, Programmteil integrative Stadterneuerung". Im Dezember 1999 wurde es auf Antrag der Stadt Frankfurt am Main in das neu aufgelegte Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf –  die soziale Stadt" überführt. Das Verfahren ist auf 10 Jahre begrenzt zzgl. einer Verstetigungsphase von 3 Jahren.

Planungsgebiet
Das Plangebiet umfasst die Siedlung Engelsruhe in Unterliederbach-Ost. Es liegt im Westen der Stadt Frankfurt am Main, südlich der A66 in Höhe der Anschlussstelle Höchst. Die Innenstadt liegt ca. 9 km entfernt.
Das Gebiet umfasst eine Fläche von rund 36 ha. Es wird begrenzt durch die Königsteiner Straße im Süd-Westen, dem Sossenheimer Weg mit der Walter-Kolb-Schule im Süd-Osten, dem Höchster Friedhof im Nord-Osten und der Schallschutzbebauung  Cheruskerweg an der A66 im Nord-Westen. Nördlich der A66 liegt die Stadt Sulzbach.

Planungsziele
Mit Aufnahme von Unterliederbach-Ost in das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" besteht die Chance, das Gebiet städtebaulich zu erneuern, sozial zu stabilisieren, die lokale Identität zu stärken sowie Ansätze für eine lokale Ökonomie zu entwickeln.
Ziel ist, den Stadtteil zu stabilisieren und die Lebensverhältnisse vor Ort unter aktiver Einbindung der Bewohner und Bewohnerinnen zu verbessern und den Aufbau eines aktiven Stadtteillebens zu unterstützen.
Durch ein Bündel an Projekten aus verschiedenen, sich ergänzenden Handlungsfeldern soll die Siedlung Engelsruhe im Sinne einer integrierten Stadtteilentwicklung zu einem lebensfähigen Stadtteilgebiet mit positiver Zukunftsperspektive entwickelt werden.

Projektverlauf
Grundlage des Verfahrens "Soziale Stadt" bildet ein Integriertes Handlungskonzept (IHk) mit Stadtverordnetenbeschluss (2001/2003).  Die eingestellten Projekte sind zumeist "Mehrzielprojekte", die mit unterschiedlichen Akteuren und Kooperationspartnern durchgeführt werden.
Um eine dauerhafte Bewohnermitwirkung zu erzielen wurde in 2003 ein Beirat "Soziale Stadt" konstituiert. Ein Stadtteilbüro in der Gotenstraße 135 besteht seit 2002.
Seit Beginn des Verfahrens wurden eine Fülle an sozial-integrativen, beschäftigungswirksamen und auch städtebaulichen Projekten umgesetzt, die die Stadtteilentwicklung positiv beeinflussen und das nachbarschaftliche Miteinander fördern. Einige bauliche Projekte mit langfristiger Perspektive befinden sich in Vorbereitung und werden in der erweiterten Verstetigungsphase (Nachsorge) umgesetzt.
Die baulichen Projekte mit langfristiger Perspektive gehen zurück auf den städtebaulichen Rahmenplan von 2001/2002. Sie betreffen insbesondere die Umstrukturierung und Neubebauung der Hellerhof-Wohnbauflächen beidseitig des Markomannenwegs mit der neuen Siedlungsmitte.

Die offizielle Laufzeit des Programms endete im Dezember 2012. Danach folgt eine 2-jährige Nachsorge (=erweiterte Verstetigungsphase) im Rahmen des städtischen Programms "Aktive Nachbarschaften", so festgelegt im Nachhaltigkeitskonzept zu Unterliederbach-Ost mit Stadtverordnetenbeschluss vom 27.01.2011. Kern der Nachsorge ist die Aufrechterhaltung des Quartiersmanagements für zwei weitere Jahe (1/2 Stelle, Caritasverband Frankfurt ), die Beibehaltung des Stadtteilbüros als niedrigschwellige Anlaufstelle für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Aufrechterhaltung des Verfügungsfonds für lokale Kleinprojekte aus dem Stadtteil. Beim Stadtplanungsamt verbleibt die Restabwicklung des Erneuerungsverfahrens "Soziale Stadt", darunter die Umsetzung der Bauprojekte "Neugestaltung des Straßenzugs Cheruskerweg" sowie "Stadtteilplatz  Neue Mitte" im Zusammenhang mit den Neubaumaßnahmen der Hellerhof GmbH / ABG.  

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