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Stadterneuerung Alt-Sachsenhausen

Stadterneuerung

Stadtteil:




Darstellung in Projektkarte

Planungsanlass
Das in den 1960er und 1970er Jahren besonders für seine traditionellen Apfelweinwirtschaften beliebte Viertel mit einer funktionierenden ortstypischen Mischung aus Wohnen und Gewerbe entwickelte sich zum Vergnügungsviertel mit einem einseitigen Überangebot an Kneipen und Diskotheken. Dies wirkte sich zu Lasten insbesondere der Wohn- und Einzelhandelsnutzung aus und führte - nach Ausbleiben der Nachfrage in diesem Segment des Gaststättengewerbes - zu Leerstand und zunehmendem Verfall der Bausubstanz seit Ende der 1980er Jahre. Es setzte der typische, sich selbst verstärkende Kreislauf aus Leerstand, Investitionshemmung in nachfolgende Nutzungen, baulichem Verfall und schlechtem Image ein.
Dies veranlasste die Stadt Frankfurt am Main zur Festlegung eines Rahmenplangebietes Alt-Sachsenhausen mit Definitionen zu Zielen und Maßnahmen, der am 26.01.1995 durch die Stadtverordneten beschlossen wurde.

Planungsziele
Mit dem Beschluss des Rahmenplans Alt-Sachsenhausen wurden die Leitlinien für die Stadtteilentwicklung festgelegt und damit ein kommunales Stadterneuerungsverfahren eingeleitet. Der Rahmenplan zeigt sowohl die Mängel des Bestandes als auch die Chancen und Potentiale einer künftigen Entwicklung auf. Die formulierten Ziele der Erneuerungsmaßnahmen sind neben der Erhaltung der typischen Merkmale der baulichen Substanz eine Wiederbelebung durch das Ermöglichen und Fördern einer neuen Nutzungsmischung. Dabei soll vor allem das Wohnen gestärkt und die gastronomische Monostruktur zu einem mit dem Wohnen verträglichen Maß entwickelt werden. Statt einseitiger gastronomischer Ausrichtung des Gewerbes im Gebiet sollen neue, wohnverträgliche Nutzungen auch tagsüber zu einer Revitalisierung führen.
Neue, kulturelle Einrichtungen und Angebote, die die städtebaulichen Maßnahmen unterstützen und ergänzen, sollen dem Viertel neue Impulse geben und zusätzliche funktionelle Schwerpunkte setzen.

Planungsgebiet
Das Rahmenplangebiet Alt-Sachsenhausen wird begrenzt durch die Straßen Sachsenhäuser- / Deutschherrnufer im Norden, die Schulstraße über die Walter-Kolb-Straße im Westen, im Süden durch die Schifferstraße und im Osten durch die Dreieichstraße.

Projektverlauf
1996 wurde im Gebiet eine Modernisierungsberatung eingerichtet. Seither können sich Eigentümer kostenlos durch einen von der Stadt beauftragten Architekten zu allen Fragen anstehender Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen ihrer Liegenschaften beraten lassen.
Im Jahr 2000 wurde ein Farbleitplan für Alt-Sachsenhausen der Öffentlichkeit vorgestellt, der für jede Hausfassade einen farblichen Gestaltungsvorschlag enthält.
Mit Hilfe eines im Jahr 2001 beschlossenen Förderprogramms sollten weiterführende Anreize für Investitionen zur Umsetzung der Ziele des städtebaulichen Rahmenplans und des Farbleitplans gegeben werden.
Finanzielle Unterstützung wird für Maßnahmen der Instandsetzung und Modernisierung, des Umbaus, der Erweiterung oder des Neubaus von Mietwohnungen sowie der Umwandlung bisheriger Gaststätten in Wohnungen oder in nicht störendes Gewerbe an Eigentümer gewährt. Neben einem Zuschuss in Höhe von 20% der förderfähigen Kosten dieser Maßnahmen wird ein weiterer Zuschuss für einen neuen Fassadenanstrich nach den Empfehlungen des Farbleitplans gewährt.
Anfang 2003 wurde der Einsatz der Mittel aus dem Modernisierungsförderprogramm auf Maßnahmen im öffentlichen Raum ausgedehnt, so dass neben einer Verbesserung der Bausubstanz auch flankierende Neugestaltungen im öffentlichen Raum durchgeführt werden können.
Durch die beschriebenen städtischen Initiativen und Aktivitäten ist langsam aber stetig eine positive Veränderung im Viertel spürbar. Inzwischen sind deutliche Verbesserungen des baulichen Zustandes festzustellen. Die Modernisierungsberatung und das Förderprogramm haben große Zustimmung gefunden.
In Ergänzung zur Verbesserung der baulichen Substanz sind in den letzten Jahren verstärkt Projekte durchgeführt worden, die auf strukturelle und funktionelle Veränderungen im Quartier setzen. So lag der Schwerpunkt der Maßnahmen auf Projekten, die andere, ergänzende Angebote für ein breites Publikum bieten, wie beispielsweise die Umnutzung und Öffnung des Kuhhirtenturms, die ganztägige Öffnung der neugotischen Dreikönigskirche und der gotischen Deutschordenskirche mit barockem Portal.

Publikationen des Stadtplanungsamtes zum Projekt


Projektleitung

Frau Dagmar Lehr

Telefon: +49 (0)69 212 34607
Telefax: +49 (0)69 212 30761