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Wettbewerb 2008-2009

2008 wurde gemeinsam mit der DB Station&Service ein interdisziplinärer städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung der Bahnhofsvorplätze ausgelobt. Aufgabe des Wettbewerbes war es, für diesen wichtigen innerstädtischen Ort eine Konzeption zu entwickeln, die räumlich und gestalterisch der Bedeutung des Hauptbahnhofs als zentralem Verkehrsknotenpunkt angemessen, funktional durchdacht und alle wesentlichen Anforderungen der verschiedenen Verkehre angemessen berücksichtigt.
Das Wettbewerbsgebiet umfasste den eigentlichen Vorplatz vor dem Hauptgebäude, die Poststraße, die Mannheimer Straße und das so genannte Campanile-Gelände zwischen Mannheimer Straße und Pforzheimer Straße.


Wettbewerbsverfahren

Dem Wettbewerb ging ein EU-weit ausgeschriebenes Auswahlverfahren voraus. Nach der Vorauswahl von acht Planungsteams (die jeweils aus Architekten, Landschaftsplaner und Verkehrsplanern bestanden) wurden zwei Entwürfe in die engere Wahl gezogen und in einer zweiten Bearbeitungsstufe 2009 vertieft. Beide Entwürfe unterscheiden sich im Hinblick auf die Verkehrslösung erheblich.
Zur Vorbereitung einer abschließenden Entscheidung, welcher Entwurf weiter verfolgt werden sollte, wurden beide hinsichtlich der verkehrlichen Auswirkungen vertieft untersucht.


Die Entwürfe

Im Entwurf des Planungsteams um das Büro schneider+schumacher (s+s) wurde die Straßenbahn mit den Haltestellen über die Bahnhofvorplätze, das heißt näher an das Hauptportal heran geführt. Die Poststraße und Mannheimer Straße sollten vom Durchgangsverkehr des Straßenzuges Düsseldorfer Straße, Am Hauptbahnhof und Basler Straße abgehängt und damit der nördliche und südliche Bereich vom Individualverkehr weitgehend freigehalten werden. Die bahnhofsbezogene Verkehrsinfrastruktur (auch Tiefgarage „Hauptbahnhof-Nord“) wurde rückwärtig erschlossen. Der Vorplatz sollte eine aufgelockerte Gestaltung mit wenigen Elementen erhalten.

Der Entwurf des Teams um TOPOTEK 1 (TOP) führte die Straßenbahn in östlicher Seitenlage. Die Haltestellen lagen zum Bahnhofsviertel hin orientiert. Die Anbindung der Poststraße und Mannheimer Straße blieb unverändert, die Erschließung der Tiefgarage „Hauptbahnhof-Nord“ ebenfalls. Eine neue Parkierungsanlage war unter einem (zum Zeitpunkt des Wettbewerbs geplanten) Hochhaus auf dem Campanile-Gelände vorgesehen. Hinsichtlich der Gestaltung nahm der Entwurf Bezug auf das gründerzeitliche Bahnhofsgebäude und schlug eine symmetrische Platzgestaltung mit zwei Brunnen, Kandelabern und einem aufwendigen Pflastermuster vor.

 
Bürgerbeteiligung 2009
Im Juli 2009 wurde eine Online-Beteiligung durchgeführt, bei der die Gelegenheit bestand, die Entwürfe zu kommentieren, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.

Im Online-Forum wurden 130 Beiträge verzeichnet. In vielen wurde deutlich, dass die Verfasser täglich mit dem Bahnhof in Berührung kommen – sei es als Pendler oder als Bewohner des Quartiers.
Die vorliegenden Entwürfe wurden kontrovers diskutiert und viele Anregungen zu den verkehrlichen Funktionen und zur Gestaltung und Ausstattung gegeben.
Da das Online-Forum nicht als Wahlplattform zu verstehen war, fand eine quantitative Auswertung nicht statt, zumal es nicht repräsentativ sein kann.
Im Rahmen der weiteren Planung können die Anregungen jedoch dazu dienen, für die Bürger wichtige Themenbereiche aufzugreifen und frühzeitig in die Konzeption einzubeziehen.


Vorplanung 2014

Stadt und DB Station&Service haben 2013 vereinbart, das Projekt aufzuteilen und als ersten Schritt, die Planung für den nördlichen Teil zu beauftragen. Dieser Planungsbereich umfasst den zentralen Vorplatz vor dem Hauptportal, den nördlich anschließenden Vorplatz und die Poststraße. Mit der Erstellung der Vorplanung wurde im Juni 2014 das Planungsbüro schneider+schumacher beauftragt.
Der Planungsauftrag umfasst die Gestaltung der Platzfläche einschließlich der Beleuchtung, die Umgestaltung des Einmündungsbereiches Poststraße-Düsseldorfer Straße sowie die Neuordnung der Stellplatzflächen im Planungsbereich.