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Wettbewerbsergebnis und weiteres Vorgehen

Wettbewerbsergebnis

Ausstellungsplakat zum Wettbewerb, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

In ihrer Entscheidung über die Beiträge zur ersten Wettbewerbsphase hatte die Jury am 21. Juli 2009 aus 139 Einsendungen 20 Arbeiten zur weiteren Bearbeitung in der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt. Zugleich waren diesen Wettbewerbsteilnehmern einige allgemeingültige Empfehlungen für die Vertiefung ihrer Arbeiten an die Hand gegeben worden. Diese Überarbeitungsergebnisse der zweiten Wettbewerbsphase lagen der Jury am 28. Mai 2010 zur Beurteilung vor. Im Ergebnis beschloss die Jury, eine Gruppe von drei gleichrangigen Arbeiten auf dem zweiten Platz zu prämieren. Zusätzlich wurden zwei Anerkennungen ausgesprochen.


Die drei zweiten Preise wurden folgenden Beiträgen zuerkannt:

  •  Arbeit 019 bbzl, böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin 
  •  Arbeit 070 KATZKAISER GbR, Köln
  •  Arbeit 128 LOOC/M Architekten GbR, Frankfurt am Main 


Anerkennungen erhielten

  •  Arbeit 048 OP Architecture, Niels Petersen, Copenhagen, Denmark 
  •  Arbeit 059 Martin Ott, Matthias Marbes, Weimar 

Weiteres Vorgehen

Das Preisgericht hat dem Auslober empfohlen, die Verfasser der drei je mit einem zweiten Preis ausgezeichneten Arbeiten zur Überarbeitung aufzufordern. Dabei sind die in den Beurteilungen durch das Preisgericht kritisierten Punkte zu beachten. Auf die Notwendigkeit einer engen gegenseitigen Abstimmung zwischen EZB und Auslober im Interesse eines realisierbaren Projektes wird ausdrücklich hingewiesen. Spätestens zur Eröffnung des EZB-Neubaus 2014 soll auch die Erinnerungsstätte hergestellt sein. Die Entscheidung der Jury für drei gleichrangige Preisträger an Stelle eines einzigen Siegerentwurfs begründete der Preisgerichtsvorsitzende, Prof. Hirsch, damit, dass jeder dieser drei Entwürfe „kleinere Kritikpunkte“ aufzuweisen hatte. Aus Sicht des Preisgerichts sei nun eine öffentliche Debatte über die künftige Gestalt der Erinnerungsstätte zu führen. Diese Debatte könne bereits Teil der Erinnerungsstätte sein.

  • Eine umfassende Beteiligungs- und Informationsmöglichkeit eröffnete die Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten. Diese Ausstellung fand vom 03.09.2010 bis zum 28.09.2010 im Atrium des Planungsdezernates und im benachbarten Museum Judengasse am Börneplatz statt. Bereits im Rahmen der Ausstellungsvernissage am 03.09.2010 bestand Gelegenheit zur öffentlichen Diskussion. Nach Vorstellung der Entwürfe durch die drei zweitplatzierten Büros hatte die Öffentlichkeit Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anregungen vorzubringen.
  • Zusammen mit der Ausstellung wurde eine Online-Umfrage eingerichtet. Zudem konnten die Ausstellungsbesucher von den in den Ausstellungsräumen ausliegenden Umfragebogen Gebrauch machen. Die Ergebnisse wurden von dem Ausstellungspersonal direkt vor Ort in den Computer eingespeist. Die Beteiligung von insgesamt gut 300 Personen zeugt von einer gelungenen medialen Öffentlichkeitsarbeit. Zudem schafft die hohe Onlinebeteiligung von über 60 Prozent ein hohes Maß an Repräsentativität.  Ein wesentliches Ergebnis ist, dass die Teilnehmer an der Befragung von der Erinnerungsstätte vor allem erwarten, auf eine sachliche und selbstverständliche Weise informiert zu werden. Wichtig ist auch, die damalige Situation durch Nachbildung oder Bewahrung historischer Elemente nachempfinden zu können.
  • Darüber hinaus erfolgten zwei Führungen mit Frankfurter Schulen, für die Herr Jürgen Steinmetz gewonnen werden konnte, der in der Vergangenheit bereits eng mit dem jüdischen Museum zusammengearbeitet und mehrere Führungen durchgeführt hat. Die Führungen durch die Ausstellung stießen bei den Schülern der Europäischen Schule und der Bettinaschule auf reges Interesse. Die Präferenzen des jungen Publikums weichen nur unwesentlich vom Gesamtergebnis der Umfrage ab.
  • Bei der Ausstellungsfinissage am 28.09.2010 wurden die Beteiligungsergebnisse öffentlich vorgestellt. Eine Diskussion der Ergebnisse und das Einbringen weiterer Meinungen war ausdrücklich erwünscht.
  • Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses wurden aufbereitet und in geeigneter Weise in das Pflichtenheft für die Überarbeitungsphase einbezogen. Die Abgabe der überarbeiteten Siegerentwürfe erfolgte am 14. Januar 2011. Am 11. März 2011 schloss sich das Entscheidergremium unter dem gemeinsamen Vorsitz von Frau Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank Dr. Jean-Claude Trichet der Empfehlung des Beratergremiums an, den Entwurf von KatzKaiser, Köln, auszuführen.
  • Die Planungs- und Baurbeiten zur Realisierung des prämierten Entwurfs wurden mit der feierlichen Eröffnung Erinnerungsstätte am 22.11.2015 abgeschlossen.