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Förderprogramm Innenstadt Höchst

Revitalisierung der Innenstadt Höchst als Wohn- und Geschäftsstandort

Thema:
Stadterneuerung, Gewerbe
Stadtteil: Ortbezirk:
6
Gebietsgröße:
Rahmenplangebiet rund 57 ha
Kontakt:

Frau Anne Lederer
Telefon: +49 (0)69 212 34403
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Aktuelles

Bildausschnitt aus dem Deckblatt der Broschüre Förderprogramm Innenstadt Höchst - Fassadenleitbild, © ammon + sturm, Architektur und Stadtplanung, Frankfurt am Main

Fassadenleitbild für die Innenstadt Höchst ist erschienen

Die bebilderte Broschüre dient als anschauliche Unterstützung der Beratung zum Förderprogramm Innenstadt Höchst.


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Der Stadtteil Höchst ist noch vielen bekannt durch den Industriepark des ehemaligen Konzerns Hoechst AG. Doch Höchst hat noch vieles mehr zu bieten! Der Stadtteil hat eine lebendige Altstadt mit der größten geschlossenen Fachwerkbebauung Frankfurts, die seit 1972 unter Denkmalschutz steht. Vom Main her betrachtet präsentiert sich der Stadtteil mit Schloss und Stadtmauer, Justinuskirche und Bolongaropalast mit einem historischen Ensemble einer bis 1928 selbstständigen Stadt. Bedingt durch verschiedene Faktoren leidet aber Höchst unter einem Bedeutungsverlust, der auch mit wirtschaftlichen Einbußen einhergeht. Die Konkurrenz des expandierenden Main-Taunus-Zentrums, der Wegzug der Kreisverwaltung und die Verlagerung des Haupttores des Industrieparks nach Süden haben hierzu beigetragen. Höchst bietet Qualitäten als Wohn- und Geschäftsstandort, die es vor dem Hintergrund der aktuellen Stadtentwicklung zu schützen und auszubauen gilt.
Mit dem Rahmenplan wurden daher - ausgehend von Strukturuntersuchungen des Stadtteils - die Bindungen, die Mängel und die Chancen von Höchst herausgearbeitet. Der Rahmenplan diente als Grundlage für das 2006 von der Stadt Frankfurt am Main beschlossene kommunale Förderprogramm Innenstadt Höchst. Nach 10-jähriger Laufzeit wird das Förderprogramm seit 2018 mit einer Verlagerung der Schwerpunkte für weitere fünf Jahre fortgesetzt.

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 21.06.2018 die „Richtlinien zur Förderung der Umgestaltung von gewerblichen Erdgeschosszonen sowie der Aufwertung des Geschäftsumfeldes in der Innenstadt Höchst“ beschlossen und die bestehenden Förderrichtlinien für die Bezuschussung der Modernisierung des Wohngebäudebestandes ersetzt.

Planungsgebiet
Das Plangebiet wird begrenzt durch die Leunastraße im Westen, durch den Main bzw. die Nidda im Süden, durch die Russinger- und die Bolongarostraße im Osten sowie die Ludwig-Scriba-Straße und die Gleisanlagen im Norden.

Planungsziele
Ziel bei der Fortsetzung des Förderprogramms ist es, die Innenstadt Höchst in ihrer zentralen Funktion im Bereich Einzelhandel/Gewerbe/Dienstleistung zu stärken und die Qualität als Wohn- und Geschäftsquartier für breite Kreise der Bevölkerung zu steigern.
Neben der zentralen Funktion als wirtschaftliches Zentrum sind dabei folgende Funktionen von besonderer Bedeutung:
• Identifikationsort
• Kultureller Mittelpunkt
• Ort der Begegnung, Integration und Kommunikation
• Mobilitätsknotenpunkt
• Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben

Über finanzielle Anreize in bauliche Investitionen sollen erdgeschossige Gewerbeflächen attraktiver gestaltet, bewährte Nutzungen verstetigt und Leerstand beseitigt werden. Mit den Investitionen soll zur Erhaltung wertvoller Bausubstanz und zur Aufwertung des städtebaulichen Erscheinungsbilds der Immobilien sowie zur Stärkung des Geschäftsumfeldes beigetragen werden.
Neben den Zuschüssen für Maßnahmen zur Umgestaltung von gewerblich genutzten Erdgeschosszonen werden Maßnahmen im öffentlichen Raum, die zur Aufwertung des Geschäftsumfeldes beitragen und Gemeinschaftliche Aktivitäten, die das Image der Innenstadt Höchst verbessern, gefördert.

Projektverlauf 
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahre 2000 war der Magistrat beauftragt, den Rahmenplan aus dem Jahre 1990 zu aktualisieren. Als Grundlage für eine solche Planung wurden ein Stadtteilverkehrsplan und ein Parkraumbewirtschaftungskonzept erstellt. Der Rahmenplan wurde 2006 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Gleichzeitig wurde ein Förderprogramm von 21 Millionen Euro für das Rahmenplangebiet beschlossen, mit dem Wohnungsbau- und Modernisierungsmaßnahmen gefördert werden sollen. Hierfür wurden 2007 Förderrichtlinien aufgestellt, die im Februar 2008 beschlossen wurden.

Die Beratung der privaten Bauwilligen vor Ort erfolgte von 2008 bis 2018 durch die beauftragte Architektin, Frau Lotte Plechatsch. Insgesamt wurden die Eigentümer von rund 400 Liegenschaften beraten. Dies führte zu 281 Bewilligungen mit einer Gesamtbewilligungssumme von ca. 9,3 Mio. Euro.

Im Zeitraum 2008 – 2011 nahm die Stadt Frankfurt am Main mit dem Stadtteil Höchst an dem EU-Projekt MANDIE 2008 – 2011 teil, welches die Förderung und Reaktivierung von Stadtteilzentren zum Ziel hatte.

Von April 2012 bis Juli 2017 war die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft GmbH mit ihrer Marke NH ProjektStadt beauftragt, das Projekt als Quartiersmanager zu betreuen. Das Leitbild dafür war die Entwicklung eines multifunktionalen Stadtteilzentrums mit den Handlungsfeldern Versorgung, Wohnen, Arbeiten, Leben, Kultur und Freizeit. Zahlreiche Maßnahmen, wie z.B. die Einrichtung eines Tourismusbüros oder die Belebung der Mainmühle mit einem Café, wurden in dieser Zeit umgesetzt. Aktionen wie ein Postkartenwettbewerb und der halbjährlich stattfindende Designparcours haben wesentlich zur Imageverbesserung des Stadtteils beigetragen.

Zwar konnten durch die Förderung große Erfolge verzeichnet werden, doch weist die Innenstadt Höchst noch strukturelle Missstände auf. Auf Grundlage einer Evaluation wurde daher beschlossen, das Förderprogramm um weitere fünf Jahre zu verlängern und erneut städtische Fördermittel in Höhe von 10 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Nach einem europaweiten Vergabeverfahren hat die ProjektStadt gemeinsam mit dem Büro ammon + sturm den Zuschlag für die Durchführung des Stadtteilmanagements und der Modernisierungsberatung Innenstadt Höchst erhalten. Das Kernprojektteam, bestehend aus Dr. Jürgen Schmitt und Jenny Nußbaum von der ProjektStadt und Frank Ammon von ammon + sturm, steht zur Beratung im Stadtteilbüro in der Bolongarostraße 135 zu festen Sprechzeiten zur Verfügung.

 

Zur Seite der Stadtteilberatung



Publikationen des Stadtplanungsamtes zum Projekt


Mehr Informationen

Stadtteilmanagement und Modernisierungsberatung

Als Zentrum der lokalen Aktivitäten zur Stärkung des Standorts fungiert das Stadtteilbüro Innenstadt Höchst.
Alle Vermittlungs- und Beratungsleistungen des Stadtteilmanagements und der Modernisierungsberatung sind für jedermann offen und kostenfrei.


Stadtteilbüro Höchst, © Nassauische Heimstätte

Aufgabe des Stadtteilmanagements der ProjektStadt ist es, als „Stadtteilagentur“ Räume, Menschen und Ideen zusammenzubringen. Dies umfasst insbesondere folgende Aspekte:

„Stadtteilagentur“ für die Nutzung der Erdgeschoßbereiche

  • Leerstands- und Gewerbeflächenmanagement
  • Unterstützung von Eigentümern bei der Akquisition von Mietern
  • Unterstützung von Ansiedlungsinteressierten bei der Suche nach Räumen
  • Vermittlung von Zwischennutzungen für temporäre Leerstände

Profilbildung/Branding

  • Durchführung eigener Aktionen zur Imageverbesserung
  • Aktivierung von Eigentümern und Gewerbetreibenden zu gemeinschaftlichen Aktivitäten
  • Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Aktivitäten
  • Ansprechpartner für Förderung gemeinschaftlicher Aktivitäten

Dialog und Beteiligung

  • Vor-Ort-Präsenz und Sprechstunde im Stadtteilbüro
  • Funktion als „Ideenbörse“
  • Intensive Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren
  • Beteiligung, Moderation und Konfliktmanagement

Projektteam Höchst, von links nach rechts: Dr. Jürgen Schmitt (ProjektStadt), Anne Lederer (Stadtplanungsamt), Frank Ammon (ammon + sturm), Jenny Nußbaum (ProjektStadt), © Nassauische Heimstätte

Aufgabe der Modernisierungsberatung ist es, Eigentümer und Gewerbetreibende bezüglich der baulichen Umgestaltung und Aufwertung von gewerblich genutzten Erdgeschosszonen im persönlichen Gespräch zu beraten. Dies umfasst folgende Aspekte: 

 

  • Beratung zu im Bestand erkennbaren, baulichen oder gestalterischen Potentialen und Defiziten (Nutzung, Grundrissorganisation, Erschließung, Konstruktion, Fassadenzustand und –gestaltung).
  • Beratung bezüglich baulicher Veränderungen zur Verbesserung der Funktion als gewerblich genutzte Flächen sowie zur Verbesserung der Barrierefreiheit.
  • Beratung bezüglich Maßnahmen zur Verbesserung des privaten und öffentlichen Umfeldes oder zur Stadtbildpflege.
  • Im Einzelfall Bewertung und Beratung bezüglich technischer und gestalterischer Lösungen hinsichtlich Grundrissorganisation, Materialien, Konstruktion, Detailüberlegungen, Barrierefreiheit, energetischer Optimierung.
  • Beratung bezüglich dem Erfordernis von baurechtlichen, erhaltungsrechtlichen oder sonstigen Genehmigungen sowie bezüglich der Wirtschaftlichkeit und Plausibilität von Maßnahmen.
  • Unterstützung und Beratung bei der Antragstellung von Bauzuschüssen im Sinne des Förderprogramms „Innenstadt-Höchst“ oder anderer Förderprogramme.

Förderungen

Auf Grundlage der Richtlinien zur Förderung der Umgestaltung von gewerblichen Erdgeschosszonen sowie der Aufwertung des Geschäftsumfeldes in der Innenstadt Höchst können Zuschüsse an private und öffentliche Antragstellerinnen und Antragsteller gewährt werden.

Maßnahmen im Gebäudebestand

Das zentrale Element im Förderprogramm Innenstadt Höchst ist die Gewährung von Zuschüssen für Maßnahmen zur Umgestaltung gewerblich genutzter Erdgeschosszonen. Über finanzielle Anreize in bauliche Investitionen sollen erdgeschossige Gewerbeflächen attraktiver gestaltet, bewährte Nutzungen verstetigt und Leerstand beseitigt werden. Förderfähig sind Umbau- und Anbaumaßnahmen zur Modernisierung und Aufwertung von gewerblichen Erdgeschossflächen inklusive der Einrichtung für Betriebe, die die zentrale Funktion der Innenstadt Höchst stärken. Außerdem können die Sanierung von Fassaden der gewerblichen Erdgeschosszone gefördert werden, hierbei sind Maßnahmen zur Herrichtung sowie zum Rückbau und Ersatz der Außenfassade im Erdgeschoss mit gewerblicher Nutzung im Sinne der Stadtbildpflege inklusive Werbeanlagen förderfähig.

Es konnten bereits für einige Maßnahmen eine Förderung vorgenommen oder vorbereitet werden. So konnte mit einer Förderung von Umbau-und Modernisierungskosten z.B. die Ansiedlung der Stage & Musical Academy Frankfurt in die Königsteiner Straße 17 unterstützt werden.

Maßnahmen im öffentlichen Raum

Maßnahmen im öffentlichen Raum können in der Innenstadt gefördert werden, wenn sie zur Aufwertung des Geschäftsumfeldes beitragen. Hierbei wird unterschieden zwischen Maßnahmen in Flächen (z.B. eine Freiflächenbegrünung) und in Stadtmobiliar (z.B. Pflanzkübel).

Gefördert wurde die „Sommeraktionsfläche“ am Mainufer (weitere Informationen unter „Weitere aktuelle Projekte“).

Gemeinschaftliche Aktivitäten

Ergänzend zur den baulichen Maßnahmen und Maßnahmen im öffentlichen Raum können Gemeinschaftliche Aktivitäten gefördert werden. Finanziert wird die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Maßnahmen durch private und öffentliche Initiatoren, wenn diese zur Imageverbesserung der Innenstadt Höchst beitragen.

Gefördert wurden unter anderem die Digitale Gewerbeflächen-Börse (weitere Informationen unter „Aktuelle Projekte“), die Weihnachtsbeleuchtung am Dalbergkreisel, Dalbergstraße und Hostatostraße sowie der Frühlingsspaziergang der Kreativen.


Integriertes Handlungskonzept

Vom Stadtteilmanagement wird in einem dialogischen Prozess ein Integriertes Handlungskonzept erstellt, welches neben der Problemanalyse, das Entwicklungsleitbild sowie ein Maßnahmenkonzept mit einer Kosten- und Finanzierungsplanung für den Förderzeitraum enthalten soll.

Zur Zielfindung und Ideensammlung fand am 24.08.2019 eine offene Stadtteilwerkstatt im BiKuZ Höchst statt. Zentrale Fragestellung war dabei: „Wie können wir gemeinsam die Innenstadt-Höchst als Ort entwickeln, der als lebendiges Zentrum für uns alle funktioniert?". Nach einer Einführung durch das Stadtplanungsamt erfolgte eine Erläuterung der Chancen und Schwächen sowie der Entwicklungschancen und -risiken aus Sicht des Stadtteilmanagements der ProjektStadt und der Modernisierungsberatung des Büros ammon+sturm. Anschließend gab es für jeden die Möglichkeit, eine Idee oder ein Thema zur Diskussion in den „Marktplatz der Anliegen“ einzubringen. Die Ideen und Themen wurden dann von Eigentümern, Anwohnern und Vertretern verschiedener Vereine und Institutionen lebendig, kommunikativ und konstruktiv diskutiert.


Bürgerveranstaltung in Höchst 23.Januar 2019 (1) © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Auf Basis von den eingebrachten Ideen der Stadtteilwerkstatt im Sommer 2019 wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der am 23. Januar 2020 vom Stadtplanungsamt, Stadtteilmanagement und Modernisierungsberatung im Rahmen einer weiteren öffentlichen Bürgerveranstaltung vorgestellt wurde.


Bürgerveranstaltung Höchst 23. Januar (2)© Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Nach der Präsentation des Katalogs konnten die Ergebnisse mit dem Projektteam an verschiedenen Projektinseln diskutiert werden. Neben den Maßnahmeninseln zur Modernisierung des Gebäudebestands, zum Öffentlichen Raum und Mobilität sowie zu Standort, Identifikation, Stadtteilgemeinschaft und Teilhabe hatten auch die Arbeitsgruppen die Möglichkeit, ihre Aktionen und Ideen zu zeigen. Nach der Stadtteilwerkstatt hatten sich vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich engagiert mit den Themen Aufwertung Markt / Marktplatz / Markthalle, Urban-Gardening, Müll und Sauberkeit sowie Radverkehr auseinandersetzen.


Fassadenleitbild

Als Leitlinie für die Förderung von Aufwertungsmaßnahmen an den gewerblichen Erdgeschossfassaden wird durch die Modernisierungsberatung ein Fassadenleitbild erstellt. Im Leitbild werden anhand von in Höchst vorhandenen Gebäuden gezeigt, welche Umbaumaßnahmen für eine Aufwertung der Ladenfassaden geeignet sind.
Die Überarbeitungen dienten als Grundlage für einen Workshop am 19. Oktober 2019, zu dem alle Gebäudeeigentümer und Betreiber von gewerblichen Nutzungen in Erdgeschossen eingeladen wurden. Anhand der beispielhaft erarbeiteten Bilder wurden geeignete Aufwertungsstrategien diskutiert und ein Leitbild zur Fassadengestaltung formuliert.
Das Leitbild wurde 2020 in einer bebilderten Broschüre veröffentlicht und dient als anschauliche Unterstützung der Beratung zum Förderprogramm.



Aktuelle Projekte

Digitale Gewerbeflächen-Börse

Als Instrument der Stadtteilagentur wurde bereits eine digitale Gewerbeflächen-Börse entwickelt. Diese vereinfacht das Leerstands-und Gewerbeflächenmanagement und ist insbesondere für die Benutzerinnen und Benutzer attraktiv. In der Gewerbeflächen-Börse können Immobilien-Suchende sofort auf einer interaktiven Karte sehen, ob geeignete Gewerbeflächen in Höchst zur Verfügung stehen. Sie können dann die Eigentümerinnen und Eigentümer direkt oder über das Stadteilmanagement kontaktieren. Eigentümerinnen und Eigentümer wiederum können ihre Mietobjekte eintragen und so leichter Mietinteressierte akquirieren. Auch können allgemeine Anfragen von Interessenten bearbeitet werden. Zudem erfolgt eine Information über die Fördermöglichkeiten für private Investitionen im Rahmen des Förderprogramms Innenstadt Höchst. Die digitale Gewerbeflächen-Börse ist eine Kooperation zwischen dem Verein Pro Höchst e.V. und dem Stadtteilmanagement, die Finanzierung erfolgt über die Förderung von gemeinschaftlichen Aktionen gemäß Richtlinie. Die Börse wurde auf der bestehenden Webseite von Pro Höchst eingerichtet: https://www.pro-hoechst.de/gewerbeflaechen/


Machbarkeitsstudie Königsteiner Straße (inklusive Mainberg)

Die Königsteiner Straße bedarf einer Neubestimmung mit dem Ziel, die Funktion als zentrale Geschäftsstraße der Innenstadt Höchst, aber auch als Ort der Begegnung zu stärken. Diese Neubestimmung kann nur gelingen, wenn sie gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern und Gewerbetreibenden sowie der Höchster Öffentlichkeit erfolgt. Im Rahmen des Förderprogramms soll diese Neubestimmung und ein dialogischer Planungsprozess zu Möglichkeiten einer Umgestaltung der Königsteiner Straße angestoßen werden. In einem ersten Schritt wurde hierfür Ende 2019 eine Machbarkeitsstudie beauftragt, die zunächst den Ist-Zustand der Straße analysieren soll. An die Analyse schließt sich die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzepts an. Dieses soll sowohl Maßnahmen aufzeigen, die mit wenig Aufwand bzw. kurzfristig zu realisieren sind als auch Maßnahmen einer umfassenden bzw. langfristigen Umgestaltung. Die Ergebnisse sollen dann Grundlage für die weitere öffentliche Diskussion zur Aufwertung der Königsteiner Straße sein.

Die Analyse des Ist-Zustands ist weitgehend abgeschlossen. Allerdings fehlen noch die Erhebungen der Auto-, Fuß-und Radverkehre auf der Königsteiner Straße und über die Königsteiner Straße. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie können hier aktuell keine repräsentativen Erhebungen durchgeführt werden. Die Durchführung der Erhebungen ist für den Herbst 2020 geplant, die Ergebnisse der Studie als Grundlage für eine öffentliche Diskussion liegen voraussichtlich Ende 2020 vor.


Mobile Bänke mit Patenschaft, © Nassauische Heimstätte, Foto: Stefan Krutsch

Mobile Bänke Innenstadt Höchst

Über Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum wird in vielen Stadtteilen heftig diskutiert. Fehlen Bänke im Stadtraum, so vermissen gerade Familien mit kleinen Kindern oder ältere Bürgerinnen und Bürger eine Möglichkeit zum Verweilen beim Einkaufen oder Spazierengehen. Sind Bänke vorhanden, werden sie oftmals auch nachts genutzt und es besteht die Gefahr, dass sie sich zum Treffpunkt von Ruhestörern entwickeln. Entsprechende Konflikte gab es auch zu den Bänken auf der Königsteiner Straße und in den angrenzenden Geschäftsstraßen wie der Hostatostraße. Als Ergebnis einer Konfliktmoderation, an der unter anderem die Höchster Senioren-Initiative, Anwohnerinnen und Anwohner und Geschäftsleute teilnahmen, wurde neben der bereits 2017 realisierten Aufstellung der „bunten Bänke“ auch die Aufstellung mobiler Bänke als zusätzliches Angebot vereinbart. Diese mobilen Bänke sollen das Ausruhen und Verweilen von Besucher der Königsteiner Straße in den Tagesstunden ermöglichen, aber in den Nachtstunden nicht genutzt werden können. In einem Workshop kam die Idee auf, Gewerbetreibende der Einkaufsstraßen in Höchst für eine Patenschaft zu gewinnen. Die Gewerbetreibende stellen die Bänke tagsüber für alle nutzbar vor ihr Geschäft, nach Ladenschluss werden sie in das Geschäft gebracht und dort gelagert. Bei der Entwicklung der Bänke konnte die Höchster Innenstadt von der lokalen Kreativszene profitieren. Das Design-und Möbelatelier keinStil. aus der Höchster Kranengasse hatte bereits Ideen für eine mobile Sitzbank gesammelt. Diese wurden zum Prototyp der „urban-k“ weiterentwickelt. Die Bank kann wie eine Sackkarre bewegt werden. Das ermöglicht ein schnelles und flexibles Aufstellen. Nachts kann sie platzsparend im Geschäft gelagert werden. Gleichzeitig fungiert die Bank als Aufsteller, der von den Bankpatinnen und Bankpaten für Werbezwecke genutzt werden kann.

Die ersten drei mobilen Bänke wurden am 29.05.2020 vor einem Friseursalon und einem Computergeschäft in der Königsteiner Straße sowie vor einem Blumenhaus in der Hostatostrasse aufgestellt. Eine weitere mobile Bank befindet sich vor dem Stadtteilbüro Bolongarostraße 135. Weitere Patinnen und Paten unter den Geschäftsleuten in der Höchster Innenstadt werden gesucht.


Bauzaun am Ettinghausenplatz, © Nassauische Heimstätte

Begleitung Umgestaltung Ettinghausenplatz

Der Ettinghausenplatz soll neu gestaltet werden. Bevor die Planungen beginnen wurde eine archäologische Grabung veranlasst, da es sich um einen der geschichtsträchtigsten Orte in Höchst handelt. Zuletzt, bis 1938, war dies der Standort der Höchster Synagoge. Die Ideen- bzw. Konzeptfindung für die neue Platzgestalt soll im Rahmen eines Wettbewerbs unter Berücksichtigung der Grabungsergebnisse stattfinden.

Gerade aufgrund seiner Geschichte hat der Ettinghausenplatz für viele Höchsterinnen und Höchster eine wichtige Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wurde aus der Bürgerschaft angeregt, den Bauzaun während der Grabungsphase zu gestalten, um auf die Grabungen selbst und die Geschichte des Platzes hinzuweisen. Die Bauzaungestaltung ist unter Beteiligung vieler lokaler Akteure realisiert. Von der „AG Geschichte und Erinnerung. Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ in Frankfurt-Höchst wurden die Tafeln der Ausstellungen „Es geschah in aller Öffentlichkeit“ zur Verfügung gestellt. Für die anderen Teile des Bauzauns wurde vom Büro „ffj Büro für Typografie und Gestaltung“ eine Gestaltung konzipiert, in die auch Informationen und Bilder zur Geschichte des Platzes integriert sind. Auf der südlichen Seite wurden kleine „Gucklöcher“ eingelassen, durch die man einen Blick auf die Grabungen werfen kann.

Nach den Grabungen wird die Fläche des Ettinghausenplatzes zunächst mit einer temporären Oberfläche verschlossen. Hier bietet sich Potential für Projekte einer Zwischennutzung der Fläche. Zudem wird das Stadtteilbüro auch den planerischen Prozess der Umgestaltung kommunikativ begleiten.


Weitere aktuelle Projekte

Sommeraktionsfläche am Mainufer, © Nassauische Heimstätte

Sommeraktionsfläche am Mainufer

Das Mainufer vor der Altstadt hat sich seit der Umgestaltung zu einem zentralen Ort für die Höchster Innenstadt entwickelt. Was bisher fehlte, ist eine Fläche, die durch einen geeigneten Untergrund und eine prominente Lage die Möglichkeit für die Durchführung kleinerer Veranstaltungen und Aktionen bietet. Vor diesem Hintergrund brachten lokale Initiativen und Einrichtungen aus dem Frankfurter Stadtteil, unter anderem die Initiative Frankfurt West, die Tanzschule Weber und der Leiter der Verwaltungsstelle Höchst, die Idee einer „Sommeraktionsfläche“ am Mainufer ein.

Die Idee der Sommeraktionsfläche wurde inzwischen am Mainufer zwischen Ochsenturm und Spielplatz umgesetzt: Das Stadtplanungsamt übernahm im Rahmen des Förderprogramms Innenstadt Höchst die Finanzierung, das Grünflächenamt realisierte die Fläche, die Koordination der Nutzung wird vom Stadtteilmanagement übernommen. Am 19.06.2020 wurde die Fläche von Stadtrat Mike Josef den Höchsterinnen und Höchstern zur Nutzung übergeben. Gedacht ist die Fläche für klassische Sommeraktionen, für die man gerne einen festen Boden hat, also Tanzen, Sport und ähnliches. Die Fläche kann in Zukunft von Interessierten spontan bespielt werden, kann aber auch für einzelne oder regelmäßige Termine reserviert werden. Hierfür wurde auf der Website von Pro Höchst ein Kalender eingerichtet: https://www.pro-hoechst.de/hoechst-aktiv/hoechst-freizeitbewusst/


Schau- und Infokasten, © Nassauische Heimstätte

Infokästen Stadtteilaktivitäten

Als eine Maßnahme zur Kommunikation der lokalen Aktivitäten wurde im dialogischen Planungsprozess die Etablierung von Schau- oder Infokastens angeregt. Dieser sollte möglichst an zentraler Stelle in der Innenstadt verortet sein.
Es wurde zwischenzeitlich mit dem Amt für Straßenbau-und Erschließung vereinbart, dass das Stadtteilmanagement zu diesem Zweck die Verwaltung über die vier Glasvitrinen, die sich in den Stelen an den Eingängen der Königsteiner Straße befinden, übernimmt. Die Vitrinen sollen künftig allen Vereinen, Initiativen und sonstigen nichtkommerziellen Akteuren zur Verfügung stehen, um dort Veranstaltungs- oder Programmankündigungen sowie andere Informationen auszuhängen. Die Nutzung erfolgt kostenfrei, die Koordination übernimmt das Stadtteilbüro.


Arbeitsgruppen

Nach der Stadtteilwerkstatt 2019 hatten sich vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich engagiert und kontinuierlich mit Themen der Höchster Innenstadt beschäftigen.

Die Gruppe „Aufwertung Markt / Marktplatz / Markthalle“ beschäftigt sich mit Ideen zu einer Erweiterung des Angebots auf dem Markt, zur besseren Vermarktung des Markts, zu einer anderen Organisation des Verkehrs an Markttagen (Zufahrt, Parken) sowie zur Gestaltung des Marktplatzes. Ausgangspunkt und unstrittig ist dabei in der Gruppe, dass der Markt ein wichtiges Potential für Höchst darstellt und dass das bereits bestehende Angebot erhalten werden soll.

Die Gruppe „Stadtgärtner*innen“ verfolgt das Ziel, Grün in die Straßenräume und auf die Plätze von Höchst zu bringen, ganz unter dem Gesichtspunkt einer klimaangepassten Stadtentwicklung. Daneben ist es der Gruppe besonders wichtig, begrünte Orte zu schaffen, die eine hohe Biodiversität bieten (z.B. bienenfreundlich sind) und an denen sich Menschen gerne aufhalten. Die Gruppe aus Höchst möchte bei den verschiedenen gärtnerischen Aktivitäten Anwohnerinnen und Anwohner sowie nahe gelegene soziale Betreuungs-und Bildungseinrichtungen als Pflanzpatinnen und Pflanzpaten einbinden. Erste Umsetzungen sollen am Höchster Markt erfolgen.

Die Bürgervereinigung Altstadt hat sich das Thema „Müll und Sauberkeit“ schon vor längerer Zeit auf die Agenda gesetzt und auch in die Stadtteilwerkstatt und andere Veranstaltungen aktiv eingebracht. In der Gruppe werden die illegalen Ablagerungen von Sperrmüll oder Müll in den Grünanlagen aber auch die aktuelle Struktur der Müllentsorgung betrachtet und im Austausch mit den Fachämtern nach Lösungsansätzen gesucht.

Die Gruppe „Radverkehr“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer in Höchst zu verbessern und sicherer zu machen. Höchst soll ein Stadtteil werden, in dem die Menschen oft und gerne Fahrrad fahren und den sie gut mit dem Rad erreichen können. Die Gruppe beschäftigt sich in diesem Sinne mit unterschiedlichen Themen, etwa der Sicherheit von Fahrradwegen, der Anschaffung eines Lastenrads für Höchst oder der Diskussion kommunaler und regionaler Planungen aus Radfahrerinnen- und Radfahrer-Sicht.