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Am Eschbachtal - Harheimer Weg

Thema:
Stdtebaulicher Entwurf, Wohnen
Stadtteil: Ortbezirk:
10, 14, 15
Gebietsgröße:
32,9 ha
Kontakt:

Herr Ingo Lachmann
Telefon: +49 (0)69 212 37617
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Das Planungsgebiet ist seit langem in Regional- und Flächennutzungsplanung als Siedlungs- und Wohnbaufläche gesichert und damit ein wichtiger Baustein für die zukünftige Wohnraumversorgung Frankfurts. 

Im Rahmen einer städtebaulichen Arrondierung des Stadtteils Bonames kann flächensparend attraktiver, neuer Wohnraum geschaffen werden. Zudem können durch die Anbindung an die bestehende Stadtbahntrasse vorhandene Infrastrukturen sinnvoll genutzt und besser ausgelastet werden.

Planungsgebiet
Das Planungsgebiet liegt im Norden der Stadt Frankfurt am Main am östlichen Rand des Stadtteils Bonames.

Die grobe räumliche Abgrenzung erfolgt im Westen durch die bestehende Bebauung von Bonames. Im Norden, Osten und Süden begrenzt das Landschaftsschutzgebiet „Grüngürtel und Grünzüge der Stadt Frankfurt am Main“ das Planungsgebiet. Die Abgrenzung im Nordwesten wird nach einer Anpassung des Planungsgebiets durch die Trasse der bestehenden Stadtbahn definiert.

Für den Bereich nordwestlich der Stadtbahntrasse hat die Stadtverordnetenversammlung am 13.12.2018 beschlossen, den neuen Bebauungsplan Nr. 923 – Nordwestlich Auf der Steinern Straße – aufzustellen, um dort beschleunigt Planungsrecht für die beiden dringend benötigten Schulen zu schaffen.

Das Gebiet befindet sich teilweise im Bereich der Gemarkungen Nieder-Eschbach, Harheim und Bonames. Die Gesamtfläche des Planungsgebiets beträgt ca. 32,9 ha.

Planungsziele
Mit dem Bebauungsplan Am Eschbachtal - Harheimer Weg sollen im Osten von Bonames Flächen für einen familienfreundlichen Wohnstandort mit eigenen, zentralen Funktionen bereitgestellt werden.

Es soll eine gegliederte und sozial ausgewogene Siedlungsstruktur mit vielfältigen Baustrukturen entstehen und damit auch unterschiedliche Wohnformen ermöglicht werden. Neben einem Anteil an Einfamilienhäusern in Doppel-, Reihen- und Stadthäusern liegt der Schwerpunkt auf dem Geschosswohnungsbau vor allem in aufgelockerter, um Wohnhöfe gruppierter Blockrandbebauung sowie Punkthäusern. Es ist geplant, 30 % der geplanten Bruttogrundfläche im Geschosswohnungsbau für den geförderten Wohnungsbau zu sichern.

An sozialer Infrastruktur sind drei über das Gebiet verteilte Kindertagesstätten und im Süden eine Feuerwache vorgesehen. Zusätzlich wird die Wohnbebauung in den zentralen Bereichen durch nicht störendes Gewerbe, Läden, Gastronomie, Praxen und Büros ergänzt.

Als zentrales Element verbindet ein großer Quartierspark alte und neue Strukturen miteinander. Er vernetzt die vorhandenen Freiraumachsen in die freie Landschaft mit den neuen innerhalb des Gebiets. 

Die Erschließung des neuen Baugebietes erfolgt ausschließlich über eine neue Ortsrandstraße. Die vorhandenen Erschließungsstraßen, wie zum Beispiel die Galgenstraße, werden nur für den Fuß- und Radverkehr angebunden.
Die Ortsrandstraße wird einen Teil des heutigen Durchgangsverkehrs durch Alt-Bonames aufnehmen, so dass sich in der Ortsmitte Bonames insgesamt keine strukturelle Mehrbelastung ergibt.

Die neue U-Bahnhaltestelle an der vorhandenen Stadtbahntrasse (Linien U2 und U9) bietet in Verbindung mit einer Bushaltestelle im neuen Harheimer Weg eine komfortable ÖPNV-Erschließung. Sie verkürzt auch für viele der heutigen Bewohner den Weg zur Haltestelle.

Planungsverlauf
Die Ursprünge des Bebauungsplanes Nr. 516 Am Eschbachtal - Harheimer Weg gehen zurück auf eine gesamtstädtische Wohnungsbauprogrammplanung aus den 1970er Jahren.

In einer „Work-Session“ im September 1991 wurden in einem intensiven Arbeits- und Diskussionsprozess zwischen Stadtplanern und verschiedenen Architekten alternative städtebauliche Entwürfe entwickelt. Aus diesen Beiträgen fiel die Wahl schließlich auf die Arbeit des kalifornischen Büros Frank Gehry aus Santa Monica, USA. Es folgte eine Überarbeitung des prämierten Entwurfs zur Anpassung an veränderte Realisierungschancen einzelner Teilbereiche sowie die Erfordernisse des Lärmschutzes und der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung.

Das formelle Bebauungsplanverfahren wurde mit dem ersten Aufstellungsbeschluss am 14.11.1991 eingeleitet.

Die Veränderung des Geltungsbereichs erforderte einen zweiten Aufstellungsbeschluss im April 1999. Die dazugehörige Beteiligung der Bürger fand bereits im Juni 1996 statt. Die erste Trägerbeteiligung wurde vom 23.06.1999 - 13.08.1999 durchgeführt; Plananpassungen erforderten eine zweite Trägerbeteiligung im Juni/Juli 2001. Die Öffentlichen Auslegungen erfolgten parallel zu den Trägerbeteiligungsverfahren.

In den Folgejahren ruhte die Planung u.a. aufgrund der Priorisierung anderer Baugebiete.

Im Jahr 2012 wurden die Planungen für das Baugebiet seitens des Magistrats wieder aufgegriffen.

Im Hinblick auf veränderte Anforderungen an technische und soziale Infrastruktur und die aktuelle Wohnungsnachfrage war eine bloße Fortschreibung der bisherigen Planungen nicht mehr angeraten. Daher wurde das Büro BS+ aus Frankfurt beauftragt, den städtebaulichen Entwurf auf Grundlage der aktuellen Rahmenbedingungen unter Beibehaltung prägender Grundstrukturen zu überarbeiten.

Im Herbst 2013 wurde im Haus Nidda in Bonames den Bürgerinnen und Bürgern ein erster Entwurf vorgestellt. Dieser stieß in Teilen der Bevölkerung und bei den Ortsbeiräten auf starke Kritik. Daher wurden von Frühjahr bis Herbst 2015 im Rahmen von vier Planungsgesprächen zwischen lokalen Akteuren, Verwaltung und Politik gemeinsam Ideen für eine Überarbeitung des städtebaulichen Konzeptes ausgelotet.
Daraus resultierte eine Überarbeitung des städtebaulichen Konzeptes, die am 4. November 2015 den Bürgerinnen und Bürgern im Haus Nidda vorgestellt wurde.

Durch die Verlagerung der beiden Schulen in den Bereich nordwestlich der Stadtbahntrasse im Rahmen des neuen separaten Bebauungsplanverfahrens Nr. 923 ergibt sich ein Anpassungsbedarf für den Bebauungsplan Nr. 516, um ein schlüssiges städtebauliches Gesamtkonzept zu erreichen. Zudem soll bei der Überarbeitung ein möglichst schonender Umgang mit dem Boden und die Schaffung kompakterer städtebaulicherer Strukturen berücksichtigt werden.
Es ist geplant, im Frühjahr 2020 das überarbeitete städtebauliche Konzept für den Bebauungsplan Nr. 516 gemeinsam im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung für den Bebauungsplan Nr. 923 den Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen.