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Ben-Gurion-Ring - Soziale Stadt

Integriertes Erneuerungsverfahren nach dem Bund-Lnder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" ( 171e BauGB)


Stadterneuerung





Darstellung in Projektkarte

Planungsanlass
Der Siedlungsbereich „Ben-Gurion-Ring" wurde Ende 2015 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt" aufgenommen. Die Großwohnsiedlung aus den 70er Jahren, eine Erweiterung der nördlichen Stadtteile Bonames und Nieder-Eschbach, wurde nach dem Leitbild „Urbanität durch Dichte" als geförderter Wohnungsbau entwickelt. Das Konzept einer in sich geschlossenen Siedlung setzt sich fort in der isolierten Lage zwischen dem gewachsenen Ortsteil Bonames, der Autobahn 661 und dem nördlich gelegenen Gewerbegebiet. Die Bevölkerungsstruktur im Quartier ist heterogen und besteht aus rund 46 Nationen. Die verschiedenen Kulturen im Zusammenspiel der Generationen sowie Belastungen durch Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Gewalt- oder Suchtproblemen führten in der Vergangenheit zu Überforderungen der jeweiligen Nachbarschaften. Im Anschluss an das bis 2005 durchgeführte Programm „Aktive Nachbarschaft" soll nun die „Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring" die in die Jahre gekommene Siedlung mit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern zu einem lebenswerten Quartier mit positiver Ausstrahlung stabilisieren.

Planungsgebiet
Die Wohnsiedlung Ben-Gurion-Ring, auch „der Bügel" genannt, wurde um 1977 durch die „Neue Heimat" auf einer Gesamtfläche von 31 Hektar erbaut. 4.066 Menschen leben in insgesamt 1.604 Wohnungen, von denen 330 Wohnungen einer privaten Eigentümergemeinschaft, 168 Wohnungen der Nassauischen Heimstätte und 1.078 Wohnungen sowie 196 Studentenwohnungen der Wohnungsbaugesellschaft GWH gehören. Eine Ladenzeile mit Arztpraxen und zwei Bürogebäuden ergänzen das Quartier. Durch die Neubebauung des nordöstlichen Areals werden weitere 340 Wohnungen mit zirka 850 neuen Bewohnerinnen und Bewohnern hinzukommen. Ziel der Sozialen Stadt ist hier auch die Förderung der Kommunikationsprozesse zwischen den bisherigen und den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern.

Planungsziele
Die Stadt Frankfurt am Main möchte die Siedlung Ben-Gurion-Ring auf Basis des integrativen Ansatzes des Bund–Länder-Programms Soziale Stadt mit dem geförderten Wohnraumbestand sichern. Die Grün- und Freiflächen sollen im Sinne des Quartiers qualifiziert und aufgewertet, die Menschen in ihren Nachbarschaften sozial gestärkt, die lokale Identität und die interkulturelle Integration gefördert sowie die öffentliche Wahrnehmung auf die Siedlung positiv polarisiert werden.

Projektverlauf
Im Vorgriff auf das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring wurden 2016 zunächst aktivierende Feste und Workshops für alle interessierten Quartiersbewohnerinnen und -bewohner durchgeführt. Der „Soziale Stadt Beirat" konstituierte sich erstmalig im März 2017 und tagt seither alle 6 Wochen. Das aus Bewohnerinnen und Bewohnern sowie aus Vertretungen der im Gebiet engagierten Institutionen bestehende Gremium engagiert sich in allen Handlungsfeldern der Sozialen Stadt und ist intensiv eingebunden in den Beteiligungsprozess zur Erarbeitung des ISEK. 
 
Das Quartiersmanagement konnte ab Juli 2017 offiziell beauftragt werden. Mit dem zentral gelegenen Quartiersbüro in der Ladenzeile besteht nun eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Informationen und unterstützende Angebote. Das Quartiersmanagement ist die Geschäftsstelle des Beirats und organisiert die Beiratssitzungen sowie auch die kontinuierliche Ansprache und Einbeziehung der Quartiersbewohnerschaft in die noch folgenden Beteiligungsaktionen und Foren.

PDF-Dateien zum Projekt


Projektleitung

Frau Petra Kanamller

Telefon: +49 (0)69 212 46051
Telefax: +49 (0)69 212 30761

Frau Ragna Krby

Telefon: +49 (0)69 212 30128
Telefax: +49 (0)69 212 30761