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Frankfurts neuer Stadtteil im Nordwesten

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Vorbereitende Untersuchungen

  • Was ist eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM)?

    Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen sind städtebauliche Gesamtvorhaben in fest umgrenzten Entwicklungsgebieten entsprechend den §§ 165 ff. Baugesetzbuch. Eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ist zügig und einheitlich umzusetzen. Im Gegensatz zur üblichen Baulandentwicklung wird keine Angebotsplanung erstellt, sondern eine integrierte Entwicklung durchgeführt. Voraussetzung für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ist der Nachweis, dass das städtebauliche Ziel mit anderen städtebaulichen Instrumenten nicht zu erreichen ist. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zur klassischen Baulandentwicklung besteht in der Pflicht der Gemeinde, die Grundstücke im Entwicklungsgebiet zum entwicklungsunbeeinflussten Anfangswert aufzukaufen. Weiterhin ist die Gemeinde verpflichtet, die Grundstücke wieder mit einer Bauverpflichtung zu veräußern. Aus der Differenz zwischen Kaufpreis der nicht entwickelten Grundstücke und dem Verkaufspreis der Baugrundstücke finanzieren sich die Erschließungsanlagen und die soziale Infrastruktur (Schulen, Kindertagesstätten usw.).

  • Werden die ganzen 550 Hektar bebaut?

    Nein, die Fläche von circa 550 ha umfasst den Untersuchungsraum. Eine Bebauung inklusive Straßen, Parks, Schulen und Kindertagesstätten erfolgt voraussichtlich auf ungefähr 190 ha Bruttobauland.

  • Entsteht hier eine Trabantenstadt?

    Nein, die Stadt Frankfurt am Main wird dafür Sorge tragen, dass  alle Anforderungen der zukünftigen Bewohner an einen modernen Stadtteil erfüllt werden:

    • Angebot vielfältiger Wohnformen in unterschiedlichen Wohntypologien
    • Private Freiflächen, die zum Beispiel als geschützte Blockinnenbereiche Begegnungen innerhalb der unmittelbaren Nachbarschaft ermöglichen
    • Einkauf in fußläufiger Entfernung
    • Versorgung mit Ärzten, Kneipen und Restaurants und sonstigen Dienstleistern
    • Vielfältiges Mobilitätsangebot mit einem Schwerpunkt auf dem öffentlichen Nahverkehr und  der Fußgänger- und Radmobilität
    • Ein breites Angebot an Kinderbetreuungsplätzen, von der Krippe bis zum Hort, Grundschulen und eine weiterführende Schule
    • Ein vielfältiges Angebot an Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen, die ein breites Vereinsleben befördern
    • Angebot für religiöse Einrichtungen
    • Gut gestaltete, klar definierte öffentliche Räume, die Begegnung auf lebendigen Plätzen und Rückzug auf ruhigen Grünflächen ermöglichen
    • Arbeitsplätze in den gemischten und gewerblichen Bereichen
  • Wer soll in dem neuen Stadtteil wohnen?

    Ziel der städtischen Planungen ist es, für Menschen verschiedenen Alters und in unterschiedlichen Lebenssituationen durch bezahlbaren Wohnraum eine neue Heimat zu schaffen.

  • Wie hoch soll der Anteil an geförderten Wohnungen sein?

    Die Quote der geförderten Wohnungen wird bei mindestens dreißig Prozent liegen. Auch Bauherrngruppen und Genossenschaften sollen berücksichtigt werden, so dass ein Angebot vielfältiger Wohnformen entsteht.

  • Wann kann ich eine Wohnung kaufen oder mieten?

    Sofern die Stadtverordnetenversammlung nach einem positiven Ergebnis der Vorbereitenden Untersuchungen eine Entwicklungsmaßnahme beschließt, können voraussichtlich ab 2025 die ersten Wohnungen erworben werden. Wartelisten für den Kauf von Grundstücken oder Wohnungen gibt es nicht.

  • In welcher Weise wird das Thema Klima berücksichtigt?

    Das Untersuchungsgebiet ist heute zum großen Teil Kaltluftentstehungsgebiet.

    Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen erfolgt eine klimatische Untersuchung für das Untersuchungsgebiet und sein Umfeld. Hierbei wird die Bestandssituation analysiert und die Auswirkungen von baulichen Maßnahmen auf die Kaltluftentstehung und den Kaltlufttransport sowie die Belüftung betrachtet. 

    Mögliche Optimierungsmaßnahmen können beispielsweise das großzügige Freihalten von Kaltluftschneisen (Täler und Bachläufe), strömungsoptimierte Baukörperstellungen und Dach- und Fassadenbegrünung sein.

  • Welche Maßnahmen werden zum Ausgleich getroffen?

    Sofern durch bauliche Maßnahmen in Natur und Landschaft eingegriffen wird, ist es auf Basis der bestehenden gesetzlichen Regelungen immer erforderlich, zu prüfen, inwieweit Eingriffe vermieden bzw. vermindert werden können. Gelingt dies nicht, wird ein naturschutzrechtlicher Ausgleich erforderlich. Primär sind Ausgleichsmaßnahmen innerhalb des betreffenden Plangebietes vorzusehen, z.B. durch Grünflächen und Gehölzpflanzungen. Sollte dies nicht möglich sein, werden Ausgleichsflächen an anderer Stelle im Naturraum gesucht.

  • Wie wird der neue Stadtteil erschlossen?

    Die äußere Erschließung des neuen Stadtteils kann nur über das bestehende Straßennetz in den zum Untersuchungsgebiet angrenzenden Stadtteilen und Nachbargemeinden erfolgen. Hierbei ist eine ausführliche Kapazitätsüberprüfung des bestehenden Straßennetzes durchzuführen, um eine Überlastung des Bestandsnetzes schon im Vorfeld möglichst auszuschließen. Ein besonderes Augenmerk auf ein gutes und leistungsfähiges System des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit einer durchdachten Verknüpfung an den Bestand zu legen, so dass die Belastungen durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) möglichst gering bleiben. Ein umfangreiches Radverkehrsangebot unterstützt auch die Vermeidung von MIV-Fahrten.

  • Wie wird mit der Ortsumfahrung Praunheim umgegangen?

    Die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung zur Ortsumfahrung Praunheim gelten nach wie vor. Im nordöstlichen Abschnitt wird sie zukünftig auch der Erschließung des neuen Stadtteils dienen und nicht mehr anbaufrei sein.

  • Gibt es einen autofreien Stadtteil?

    Ein komplett autofreier Stadtteil ist in dieser etwas peripheren Lage schwer vorstellbar.
    Eine Reduzierung des MIV-Anteils ist jedoch (wie auch schon oben erwähnt) durch ein gutes ÖPNV-System und eine durchdachte Radverkehrsinfrastruktur durchaus erreichbar.

  • Wie wird auf die Zerschneidung durch die Bundesautobahn 5 reagiert?

    Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wird 2019 ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt werden, der insbesondere zu diesem Thema Lösungen entwickeln soll. 
    Die Bandbreite reicht von einem zentralen Knotenpunkt (Einkaufen, Umsteigen, Freizeit) auf einem teilüberdeckelten Autobahnabschnitt bis hin zur klassischen Variante „Abstandhalten“ (analog Stadtteil Kalbach-Riedberg) mit der Konsequenz von Stadterweiterungen auf der Ostseite und einem autonomen Stadtteil auf der Westseite der Autobahn.

  • Wie wird mit dem Lärm der Bundesautobahn 5 umgegangen?

    Die BAB 5 stellt aufgrund ihrer Verkehrsbelastung, die durch die geplante Erweiterung der Fahrspuren noch anwachsen wird, eine erhebliche Lärmquelle dar.
    Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wird ein Lärmgutachten erstellt, in dem anhand eines prognostizierten Verkehrsaufkommens die Belastungsräume ermittelt und mögliche Lärmschutzmaßnahmen geprüft werden.

  • Wie wird mit den Stromtrassen umgegangen?

    Durch das Untersuchungsgebiet verlaufen mehrere Stromtrassen von regionaler und überregionaler Bedeutung. Die Funktionalität dieser Trassen ist grundsätzlich zu erhalten. Welche Spielräume bestehen, diese Trassen horizontal als auch vertikal (Erdkabel) zu verlagern oder neu zu organisieren, wird im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen ermittelt. Auch der Umgang mit den Abstandsforderungen von 200 Metern beziehungsweise 400 Metern zu Wohngebäuden aus dem Landesentwicklungsplan wird im weiteren Verfahren geklärt.

  • Was passiert mit den Trinkwasserbrunnen an der Heerstraße?

    Die Trinkwasserbrunnen des Wasserwerks Praunheim II werden auch in Zukunft in Betrieb bleiben. Die vor einigen Jahren angedachte Stilllegung des Wasserwerks wurde verworfen. Genauere Informationen zur Situation der Wasserversorgung finden Sie in diesem Flyer der WRM (Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main) 

    Situationsanalyse zur Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region

    oder im ausführlichen Bericht: 

    Situationsanalyse zur Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region Fortschreibung - Juli 2016

  • Was passiert mit der Landwirtschaft?

    Landwirtschaftliche Betriebe sind durch neue Bauflächen und die dafür benötigten Ausgleichsflächen als Eigentümer und auch als Pächter von Flächen betroffen.
    Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wird der Umfang der Betroffenheit untersucht und Lösungsmöglichkeiten mit den Landwirten erarbeitet, wie die möglichen Folgen angemessen berücksichtigt werden können.

  • Wie kann ich mich beteiligen?

    Die Stadt wird im Rahmen der beschlossenen vorbereitenden Untersuchungen zur  Ermittlung der Mitwirkungsbereitschaft auf die einzelnen Grundstückseigentümer und Pächter im Untersuchungsgebiet zugehen. Wenn das Grundstück in der bebauten Ortslage von Niederursel, Praunheim oder der Nordweststadt liegt, ist in der Regel keine weitere Entwicklung des Grundstücks zu erwarten. Eigentümergespräche erübrigen sich in diesem Fall.

    Über das Kontaktformular auf der Internetseite können jederzeit Anregungen gegeben und Fragen gestellt werden. Im weiteren Verlauf der vorbereitenden Untersuchungen werden weitere Bürgerinformationen stattfinden.