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Illumination Stadtraum Main

Thema:
Beleuchtungskonzept, ffentlicher Raum
Stadtteil: Abgeschlossen:
2012

Projektbeschreibung

Planungsanlass 
Die zentrale Grünanlage der Stadt an beiden Uferseiten lag lange Jahre im Dunkeln. Die hervorragende Freizeit- und Erholungsfläche soll insbesondere für die Innenstadtbewohner und die Sachsenhäuser wieder zu einem attraktiven Raum werden, der auch in den Abendzeiten sicher und damit benutzbar sein wird.

Planungsziel
Die Stadtlandschaft am Fluss soll betont und ein adäquates Nachtbild der Flusslandschaft in einem harmonisch illuminierten Stadtbild Frankfurts geschaffen werden.
Einerseits ist der öffentliche Raum zu inszenieren: Im Bereich der Uferstraßen, der Fußwege in den Mainauen sowie durch die Schmuckbeleuchtungen der verschiedenen Brücken und historischen Sandstein-Uferanlagen und Baumgruppen. Andererseits sind Raumkanten in Form der Gebäude an den Uferstraßen zu akzentuieren. Die ehemaligen Großbürgervillen am Main, die heute überwiegend die städtischen Museen beherbergen, sind besonders hervorzuheben, ebenso wie die Kirchen, die mit einem individuellen Lichtkonzept versehen werden sollen.

Planungsgebiet
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 19.12.2002 den Magistrat beauftragt, das Projekt Illumination Stadtraum Main im Planungsgebiet von der Flößerbrücke im Osten bis zur Friedensbrücke im Westen umzusetzen.

Projektverlauf
Das Projekt Illumination Stadtraum Main ist ein Projekt des Ausbauprogramms „Schöneres Frankfurt“.
Die Planungsüberlegungen wurden im Jahre 2000 aufgenommen. Ein erster Beschluss, der die Weiterentwicklung der Mainufer in Form von kurzfristigen bis langfristigen Projekten beschreibt, wurde gefasst und planerisch sowie organisatorisch in ein Konzept übersetzt.
Das Planungskonzept des Hamburger Planungsbüros d-plan wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Die Illumination des öffentlichen Raumes ist mittlerweile abgeschlossen, die Inszenierung der Raumkanten jenseits der Uferstraßen folgt.



Mehr Informationen

Beleuchtung

Referenzbeleuchtung Schaumainkai, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Im Jahr 2003 wurde eine Referenzbeleuchtung aufgebaut und erste Grundlagen für die folgende Realisierung ermittelt. Ziel war es unter anderem die alte Verkehrsbeleuchtung, die - mit sehr hohen Lichtpunkthöhen, großen Abständen und technischen Leuchten ausgestattet - ausschließlich aus Sparsamkeitsgründen erstellt wurde, deutlich zu verbessern.
Der Wunsch, für den Fußgänger eine eigene und angenehme Lichtatmosphäre zu schaffen, erforderte ein grundsätzlich neues Konzept für die Beleuchtung: Es sollten neue Leuchten mit niedriger Lichtpunkthöhe aufgestellt werden, die den „Kellerlichteffekt“ beseitigen sollten und durch die Positionierung in Portalaufstellung - im Straßenraum sich gegenüber stehend - eine Lichtführung im Straßenraum ergeben.


Referenzbeleuchtung Schaumainkai, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Hinzu kam der wichtige Aspekt, künftig nur noch Leuchten zu verwenden, die ausschließlich mit gerichtetem Licht den Straßenraum ausleuchten. Der Vorteil hiervon ist eine blendfreie Ausleuchtung, die nachts den Raum allein durch Reflexion erkennbar macht. Die zuvor genannten Eigenschaften machen es auch möglich, Leuchtenkörper zu verwenden, die in ihrer Ästhetik diesen bedeutsamen Mainuferraum gestalterisch weiter aufwerten.
Der Einsatz moderner Lichttechnik bringt zudem Vorteile, die sich in Form von deutlicher Stromersparnis und mehr Sicherheit widerspiegeln.


Fertiggestellte Uferwegbeleuchtung, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Bislang waren ca. 37 verschiedene Leuchtentypen im Stadtraum Main im Gebrauch, die sämtlich ihre individuellen Ersatzteile benötigten und somit keine kostengünstige Unterhaltung der öffentlichen Beleuchtungsanlage ermöglichte.
Mit dem neuen Beleuchtungskonzept wurde die Anzahl drastisch reduziert. Die reine Funktionsbeleuchtung weist nur noch einen Leuchtentyp auf.

2004 wurde die Untermainbrücke als erster Realisierungsschritt in Szene gesetzt.
Danach folgten in der kurzen Bauzeit von 15 Monaten die beiden Uferanlagen, die Schmuckbeleuchtung von weiteren sechs Brücken sowie die Verkehrsbeleuchtung auf den Brücken und den Uferstraßen.


Inszenierung Mainufer

Unterleuchteter Baum - Winterbild, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Der neue Erlebnisraum am Main soll die wichtigen baulichen und räumlichen Gestaltungselemente, die den Raum gliedern, aufzeigen. Es sollten keinesfalls durch Lichteffekte fremde oder neue, im Tagbild bisher nicht existierende Elemente hinzugefügt bzw. erfunden werden.

Die wesentlichen Elemente, die vom Tagbild bekannt waren, sollten sachte in das Nachtbild überführt werden, um die Wiedererkennung der räumlichen Situation und damit die Orientierung während der Nachtzeit für den Fußgänger zu erleichtern.


Bastion Treppenabgang, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Dies sind im Einzelnen die unter Denkmalschutz stehenden historischen Uferanlagen des 19. Jahrhunderts mit ihren Stützmauern, Bastionen, Treppen und Rampen, die besonderen konstruktiven Details der verschiedenen Brücken und der dazugehörigen Brückenköpfe sowie die typischen Platanenalleen an den verschiedenen Uferabschnitten, Einzelbäume oder Baumgruppen.
Hinzu kommen noch einige wenige historische Zeugnisse der gewerblichen Vergangenheit der Uferabschnitte z.B. in Form von kleinen Krananlagen, die früher Waren von den am Ufer liegenden Schiffen auf das Ufer hievten.


Unterleuchtete Platanenallee am Nizza, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Die Kombination der Beleuchtung der Freiräume in der Mainaue, der Promenaden an den uferbegleitenden Straßen, der Schmuckbeleuchtung der Brücken und Uferanlagen sowie der Verkehrsbeleuchtung auf den Brücken und Uferstraßen macht dieses Projekt zu einem der größten integrierten Lichtkonzepte in Europa.