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Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring

Integriertes Erneuerungsverfahren nach dem Bund-Lnder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" ( 171e BauGB)

Thema:
Stadterneuerung
Stadtteil: Ortbezirk:
10, 15
Gebietsgröße:
zirka 3,3 ha
Kontakt:

Frau Petra Kanamller
Telefon: +49 (0)69 212 46051
Telefax: +49 (0)69 212 30761

Frau Ragna Krby
Telefon: +49 (0)69 212 30128
Telefax: +49 (0)69 212 30761


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Der Siedlungsbereich „Ben-Gurion-Ring" wurde Ende 2015 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt" aufgenommen. Die Großwohnsiedlung aus den 70er Jahren, eine Erweiterung der nördlichen Stadtteile Bonames und Nieder-Eschbach, wurde nach dem Leitbild „Urbanität durch Dichte" als geförderter Wohnungsbau entwickelt. Das Konzept einer in sich geschlossenen Siedlung setzt sich fort in der isolierten Lage zwischen dem gewachsenen Ortsteil Bonames, der Autobahn 661 und dem nördlich gelegenen Gewerbegebiet. Die Bevölkerungsstruktur im Quartier ist heterogen und besteht aus rund 46 Nationen. Die verschiedenen Kulturen im Zusammenspiel der Generationen sowie Belastungen durch Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Gewalt- oder Suchtproblemen führten in der Vergangenheit zu Überforderungen der jeweiligen Nachbarschaften. Im Anschluss an das bis 2005 durchgeführte Programm „Aktive Nachbarschaft" soll nun die „Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring" die in die Jahre gekommene Siedlung mit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern zu einem lebenswerten Quartier mit positiver Ausstrahlung stabilisieren.

Planungsgebiet
Die Wohnsiedlung Ben-Gurion-Ring, auch „der Bügel" genannt, wurde um 1977 durch die „Neue Heimat" auf einer Gesamtfläche von 31 Hektar erbaut. 4.066 Menschen leben in insgesamt 1.604 Wohnungen, von denen 330 Wohnungen einer privaten Eigentümergemeinschaft, 168 Wohnungen der Nassauischen Heimstätte und 1.078 Wohnungen sowie 196 Studentenwohnungen der Wohnungsbaugesellschaft GWH gehören. Eine Ladenzeile mit Arztpraxen und zwei Bürogebäuden ergänzen das Quartier. Durch die Neubebauung des nordöstlichen Areals werden weitere 340 Wohnungen mit zirka 850 neuen Bewohnerinnen und Bewohnern hinzukommen. Ziel der Sozialen Stadt ist hier auch die Förderung der Kommunikationsprozesse zwischen den bisherigen und den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern.

Planungsziele
Die Stadt Frankfurt am Main möchte die Siedlung Ben-Gurion-Ring auf Basis des integrativen Ansatzes des Bund–Länder-Programms Soziale Stadt mit dem geförderten Wohnraumbestand sichern. Die Grün- und Freiflächen sollen im Sinne des Quartiers qualifiziert und aufgewertet, die Menschen in ihren Nachbarschaften sozial gestärkt, die lokale Identität und die interkulturelle Integration gefördert sowie die öffentliche Wahrnehmung auf die Siedlung positiv polarisiert werden.

Projektverlauf
Im Vorgriff auf das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring wurden 2016 zunächst aktivierende Feste und Workshops für alle interessierten Quartiersbewohnerinnen und -bewohner durchgeführt. Der „Soziale Stadt Beirat" konstituierte sich erstmalig im März 2017 und tagt seither alle 6 Wochen. Das aus Bewohnerinnen und Bewohnern sowie aus Vertretungen der im Gebiet engagierten Institutionen bestehende Gremium engagiert sich in allen Handlungsfeldern der Sozialen Stadt und ist intensiv eingebunden in den Beteiligungsprozess zur Erarbeitung des ISEK. 
 
Das Quartiersmanagement konnte ab Juli 2017 offiziell beauftragt werden. Mit dem zentral gelegenen Quartiersbüro in der Ladenzeile besteht nun eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Informationen und unterstützende Angebote. Das Quartiersmanagement ist die Geschäftsstelle des Beirats und organisiert die Beiratssitzungen sowie auch die kontinuierliche Ansprache und Einbeziehung der Quartiersbewohnerschaft in die noch folgenden Beteiligungsaktionen und Foren.

 

Zur Seite der Stadtteilberatung



Mehr Informationen

Beirat Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring

Im Beirat treffen sich 11 bis maximal 15 Mitglieder der Bewohnerschaft zusammen mit 10 Personen, die die Institutionen am „Bügel“ vertreten.

Die Beiräte sind Vermittler zwischen ihrer Nachbarschaft sowie der Leitung des Programms Soziale Stadt. Sie sind Ansprechpartner für die Bewohnerschaft und vertreten ihre Wünsche gegenüber der Stadtverwaltung und Politik. Die Beiräte kennen zudem die laufenden Projekte und geben diese Informationen an ihre Nachbarschaft weiter.

Die Beiräte sind außerdem Berater für die Soziale Stadt Projekte: sie sprechen Empfehlungen aus, welche Projekte in die Jahresförderanträge aufgenommen werden und wirken bei der Planung und Umsetzung mit. Die Empfehlungen des Beirats sind Beratungsgrundlagen für die politischen Gremien.

Der Beirat ist offen für jeden, der im Ben-Gurion-Ring wohnt. Für die zukünftige Entwicklung der Siedlung ist die Mitarbeit der Bewohnerschaft gefragt! Wer stimmberechtigtes Mitglied im Beirat werden möchte, stellt sich am besten persönlich bei einer der Beiratssitzungen vor oder wendet sich an das Quartiersmanagement.

Beiratssitzungen sind öffentlich und finden alle 6 Wochen, immer an einem Donnerstagabend ab 18:30 statt.

 

Diagramm Beirat © Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

Integriertes Stdtebauliches Entwicklungskonzept und
Beirat Soziale Stadt

Integriertes Städtebauliches Stadtentwicklungskonzept (ISEK) - Prozess September 2017, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Zur Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ISEK als Handlungsgrundlage für die Soziale Stadterneuerung im Ben-Gurion-Ring fand zwischen März und Oktober 2017 ein umfangreicher öffentlicher Beteiligungsprozess statt, der allen Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern die Möglichkeit bot, die Entwicklungsziele für die nächsten Jahre mit zu entwickeln.
 
In aufeinander aufbauenden Veranstaltungen und Workshops wurden die Bedarfe aber auch die zu entwickelnden Potenziale identifiziert. Als Experten des täglichen Lebens im Quartier bringen die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Wissen in das ISEK mit ein und erarbeiten so maßgeschneiderte Projekte für die Soziale Stadterneuerung. Dieser Beteiligungsprozess wurde im Rahmen einer öffentlichen Ergebnisausstellung im Oktober 2017 im Stadtteilbüro ausgestellt.


Sofortmanahmen und weitere Planungen

Sommerfest 2017, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Seit 2016 wurden ein Quartiers-Sommerfest sowie ein Weihnachtsmarkt als wiederkehrende Feste organisiert. Die Eröffnung eines attraktiven Spielplatzes für kleinere als auch ältere Kinder in der Quartiersmitte am Bügelsee war ein zusätzlicher ermutigender Impuls. Für das Jahr 2018 sind weitere Sofortmaßnahmen wie die Installation ergänzender Müllkörbe und „dogstations", die Gestaltung geeigneter Grünflächen als artenreiche „Blühwiesen", die Sanierung eines überalterten Ballspielbereiches am Jugendhaus sowie die Neugestaltung eines Bolzplatzes im südlichen Quartier geplant.

Die Beteiligung an der Luminale 2018 ist Beispiel für die große Bereitschaft der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner die vorhandenen Qualitäten ihrer Siedlung herauszuarbeiten, um die bislang negative Außenwahrnehmung positiv zu polarisieren. Weitere Planungen für 2018 sind die Entwicklung eines quartiersumfassenden Freiflächenentwicklungskonzeptes, das die stadteigenen wie auch die privaten Freiflächen einschließt und die Bedarfe des Quartiers sowie die naturräumlichen Potenziale nachhaltig integrieren wird. Im Vorgriff auf die zu qualifizierenden Freiflächen wurde bereits in 2017 eine mit Beteiligung von Anwohnern entwickelte Gestaltungsplanung für einen Innenhof erarbeitet.