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Soziale Stadt Nied

Thema:
Stadterneuerung
Stadtteil: Ortbezirk:
6
Gebietsgröße:
370 ha
Kontakt:

Frau Lara Schneider
Telefon: +49 (0)69 212 33026
Telefax: +49 (0)69 212 30731


Aktuelles

Soziale Stadt Nied - Fördergebiet © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
Veranstaltung

Sitzung des Beirats Soziale Stadt Nied

Termin:
17.08.2020 um 18:00 Uhr
Veranstaltungsort:

Großer Gemeindesaal von St. Markus
Mainzer Landstraße 787
65933 Frankfurt am Main

 


Projektbeschreibung

Planungsanlass
Nied ist Ende 2016 in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ (heute „Sozialer Zusammenhalt“) aufgenommen worden. Prägend für den Stadtteil sind unterschiedliche Siedlungsbereiche, die durch zwei Bahntrassen voneinander getrennt sind. Der Siedlungsbestand reicht vom historischen Ortskern über Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit, Großwohnsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre bis hin zu aktuellen Nachverdichtungsvorhaben.

Die soziale Struktur stellt den sozialen Zusammenhalt vor Herausforderungen. Der Arbeitslosenanteil ist im gesamtstädtischen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Auffallend ist zudem der hohe Anteil an Minderjährigen mit Migrationshintergrund sowie eine allgemein hohe Internationalität der Bewohnerschaft mit besonderen Anforderungen an die sprachliche, wirtschaftliche und soziale Integration.

Der historische Ortskern im Bereich der Hauptgeschäftsstraße Alt-Nied ist sowohl von Leerständen im Gewerbe- als auch Wohngbeäudebestand geprägt. Mindernutzungen wie Wettbüros oder Elektronikshops senken die Attraktivität und tragen somit zu einem weiteren Trading-Down Effekt bei. Trading-Down Effekt bezeichnet den Prozess, wenn einzelne nachteilige Wirkungen sich gegenseitig verstärken.

Der Zustand des Gebäudebestandes ist in mehreren Siedlungsbereichen teilweise nicht mehr zeitgemäß oder sogar defizitär; hinsichtlich der Fassadengestaltung, der Anpassung an aktuelle demographische und klimatische Standards und in Bezug auf die Verortung von Nebenanlagen.

Große Distanzen zu sozialen und kulturellen Einrichtungen, umliegenden Stadtteilen sowie unzureichend barrierefreie Querungsmöglichkeiten über und unter Bahnanlagen für Fußgänger und Radfahrer führen zu einer Isolation von einzelnen Siedlungsteilen in Nied.

Andererseits gehört die attraktive Lage zwischen den Flüssen Main und Nidda sowie die fußläufige Nähe zum Frankfurter Grüngürtel zu den Potenzialen des Stadtteils Nied. Innerhalb Nieds bestehen jedoch wenig begrünte Straßenräume und durch Fuß- und Radwegeverbindungen unzureichend vernetzte Grünstrukturen.

Durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ soll die positive Entwicklung des Stadtteils gefördert werden, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Planungsgebiet
Das vorläufige Planungsgebiet weist eine Gebietsgröße von 370 Hektar mit rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf. Es umfasst sowohl den baulichen Siedlungsbestand des Stadtteils als auch die Freiflächen im Bereich von Main und Nidda.

Planungsziele
Mit dem Förderprogramm ist das Ziel verbunden, die Lebensqualität durch eine Verbesserung des Wohnumfeldes und der damit einhergehenden technischen und sozialen Infrastruktur nachhaltig weiterzuentwickeln.

Die Vernetzung der einzelnen Quartiere innerhalb des Stadtteils wird ein wichtiger Baustein sein. Allgemein wird die Aufenthaltsqualität auf den Straßen, Plätzen und im gesamten öffentlichen Raum eine größere Bedeutung bekommen und Aufmerksamkeit erhalten.

Die Integration von Kindern, Jugendlichen, Älteren, Frauen, Arbeitslosen, behinderten Menschen sowie Menschen unterschiedlicher Herkunft ist ein elementares Ziel des Städtebauförderprogramms. Die soziale, kulturelle, wirtschaftliche, sprachliche und gesundheitliche Teilhabe dieser verschiedenen Bevölkerungsgruppen ist wesentlich für das Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil Nied. Denn der integrierende Ansatz des Förderprogramms sieht sowohl das Zusammenführen verschiedener Blickwinkel als auch das Zusammenwirken von baulichen und sozialen Maßnahmen vor.

Über die Planungsziele innerhalb des Stadtteils hinaus soll sich auch das Stadtteilimage verbessern: Nied soll im Bewusstsein der Gesamtstadt als Naherholungsziel und Stadtteil mit Wohnqualität verankert werden.

Projektverlauf
Zu Beginn des Förderprogramms steht die Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK). In dem ISEK werden die Stärken und Schwächen des Stadtteils analysiert und Entwicklungsziele für die Zukunft vereinbart. In einem Maßnahmenkatalog werden Einzelprojekte dargestellt, durch deren Umsetzung diese Entwicklungsziele erreicht werden sollen.

Die aktuelle Erstellung des ISEK erfolgt seit dem zweiten Halbjahr 2019 in Zusammenarbeit mit der ProjektStadt und dem Caritasverband Frankfurt e.V. unter Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Vereinen und Institutionen in Nied. Das vom Stadtplanungsamt beauftragte Quartiersmanagement informiert, aktiviert, berät und koordiniert zu allen Fragen und Themen des Stadterneuerungsprozesses Nied und ist mit einem Stadtteilbüro vor Ort vertreten.

Die Bewohnerschaft sowie örtliche Vereine und Institutionen wirken an der Erstellung des ISEK intensiv mit. Öffentliche Veranstaltungen und Aktionen ermöglichen es den Bürgerinnen und Bürgern von Nied, alle Ideen und Anregungen einzubringen. Darüber hinaus können sie sich im Stadtteilbeirat oder bei Bewohnertreffen engagieren. Der Beirat vertritt dauerhaft die Interessen der Bürgerinnen, Bürger und örtlichen Institutionen. Die Bewohnertreffen sind formlose, für jedermann offene Treffen mit den Beiratsmitgliedern aus der Nachbarschaft.

Im Jahr 2020 sind weitere Beteiligungsrunden geplant, beispielsweise ein Bürgerforum zum ISEK, die Umsetzung der ersten Maßnahmen und voraussichtlich die Beschlussfassung über das ISEK


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Mehr Informationen

Beirat

Graphik zum Beirat Soziale Stadt Nied © Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

Der Stadtteilbeirat ist das Beteiligungsgremium der Bewohnerinnen, Bewohner und Institutionenvertreter im Rahmen des Programms Sozialer Zusammenhalt. Hier tauschen sich die Vertreterinnen und Vertreter des Stadtteils aus. Die Mitglieder des Beirats vertreten die Interessen des Gebiets und beraten über Projektvorschläge sowie notwendige Entwicklungen im Stadtteil. Der Beirat trifft sich regelmäßig und tagt öffentlich, um die Anregungen der Niederinnen und Nieder in das Projekt Sozialer Zusammenhalt Nied einzubringen.

Im August 2019 hat der Stadtteilbeirat Nied offiziell seine Arbeit aufgenommen. In der ersten Sitzung wählte der Beirat Helmut Grohmann zum ersten Vorsitzenden und Emre Telyakar zum zweiten Vorsitzenden. Die Vorsitzenden leiten die Sitzungen und sorgen mit Unterstützung der Quartiersmanagerin Marja Glage vom Caritasverband Frankfurt e.V. dafür, dass die Anliegen und Themen der Niederinnen und Nieder berücksichtigt werden. Insgesamt 13 Bewohnerinnen und Bewohner aus allen fünf Quartieren Nieds und 12 Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen sind Mitglieder in dem Beirat. Die 25 Mitglieder vertreten die Interessen des Gebiets, beraten über städtebauliche Entwicklungen und entscheiden über Nachbarschaftsprojekte, die mit städtischen Mitteln finanziert werden können (Verfügungsfonds).


Beiratssitzung in Nied © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

Bewohnertreffen

Bewohnergruppen gibt es in allen fünf Stadtteilquartieren: Die offenen, formlosen Treffen führen zum Aufbau eines Nachbarschaftsnetzwerkes. Die Anliegen aus der Nachbarschaft werden auf Wunsch auch in den Stadtteilbeiratssitzungen berichtet.


Stadtteilbro

Stadtteilbüro Nied, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main

In Alt-Nied 13 sind im Januar 2020 die Räumlichkeiten der ehemaligen Volksbankfiliale angemietet worden, um einen projektbegleitenden Treffpunkt und einen Arbeitsplatz für die Soziale Stadt Nied einzurichten. Das Stadtteilbüro ist sowohl ein Begegnungsraum als auch das Büro des Quartiersmanagements mit offenen Sprechstunden. Als Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, lokalen Einrichtungen und Bürgerschaft ist Quartiersmanagerin Marja Glage damit zentrale Ansprechpartnerin vor Ort, um sich über anstehende Entwicklungen im Stadtteil zu informieren oder über Angebote im Zusammenhang mit der Sozialen Stadt beraten zu lassen.


Kontaktdaten und Sprechstunden des Quartiersmanagements:

Marja Glage, Stadtteilbüro Nied, Alt-Nied 13, 65934 Frankfurt am Main, Telefon: 069 2982 6540 oder 0176 12982 202,
E-Mail: marja.glage@caritas-frankfurt.de 

Weitere Informationen finden Sie auch unter:
https://www.caritas-frankfurt.de/ich-suche-hilfe/quartiersmanagement/qm-nied 

Sprechzeiten: dienstags  10:00 Uhr - 12:00 Uhr
  donnerstags 16:00 Uhr - 18:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung.

Im Stadtteilbüro finden regelmäßig Besprechungen, Bewohnertreffen, Beiratssitzungen und Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen statt. Durch einen leicht zugänglichen Ort wie das Stadtteilbüro können neue Veranstaltungsangebote entstehen, die den nachbarschaftlichen Austausch, die gemeinschaftliche Freizeitgestaltung und die kulturelle Vielfalt fördern, ohne die Menschen auszugrenzen, die sich solche Angebote oder Raummieten sonst nicht leisten können. Denn es besteht auch die Möglichkeit, das Stadtteilbüro selbstverwaltet zu nutzen, zum Beispiel für eine Ausstellung, einen Lesekreis oder ein Repaircafé. Als Ideenschmiede für Verfügungsfonds-Projekte eignet sich das Stadtteilbüro ebenso wie als Werkstatt für Aktionen mit Kindern. Der gemeinsam nutzbare Raum steht allen Niederinnen und Niedern offen.


Verfgungsfonds

Verfügungsfonds der Stadt Frankfurt am Main für Gebiete der Städtebauförderung, © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
Zur Stärkung eines gemeinwohlorientierten Engagements stellt die Stadt Frankfurt am Main den Gebieten der Stadterneuerung ein Budget (Verfügungsfonds) für die Durchführung von lokalen Kleinprojekten und Maßnahmen zur Verfügung. Durch den Fonds soll bürgerschaftliches Handeln im nicht-investiven Bereich eigenverantwortlich und unbürokratisch ermöglicht werden.

Sie möchten in Ihrer Nachbarschaft aktiv werden und haben eine Idee? Die Kosten für Ihren Einsatz möchte die Stadt Frankfurt am Main Ihnen gerne erstatten.

Erste Projektideen können formlos mit dem Quartiersmanagement besprochen werden. Quartiersmanagerin Marja Glage bietet auch Hilfestellung bei der Antragstellung und dem Umsetzungsprozess an.

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